Bernhard Peter
Besondere Motive: Rautenkranz

Der Rautenkranz
Der Rautenkranz ist weder ein Kranz im Sinne eines aus pflanzlichen Materialien gewundenen Ringes wie ein Rosen-Kranz o.ä., noch hat er etwas mit der geometrisch definierten Raute (Wecken) zu tun. Sondern ein Rautenkranz ist eine sich horizontal oder diagonal (auch gebogen, das macht keinen Unterschied) durch das Wappen ziehende Zierleiste in einer speziellen Form, bestehend aus einem "tragenden Balken" mit daran sitzenden kleeblattförmigen Blättchen, die durch geschwungene Bögen miteinander verbunden sind und evtl. noch Zwischenzacken haben können, einer Girlande oder einem langen Kronreifsegment oder einer balkenförmig in die Länge gezogenen Krone sehr ähnlich. Die Formen sind vielfältig, immer jedoch ist der Bezug zu einer Blattform gegeben. Da der Rautenkranz eine komplexe Figur ist, sieht er nur gut aus in Kombination mit schlichten Heroldsbildern und wird auch kaum anders verwendet. Die Farbe des bekanntesten aller Rautenkränze ist grün, das Motiv ist aber nicht an diese Farbe gebunden, genauso gibt es historische Wappen mit silbernen oder roten Rautenkränzen.

Bedeutung des Rautenkranzes
Der wirkliche heraldische Ursprung ist noch nicht geklärt, die Theorien reichen von einer Blattkrone über Dornenkrone, Schapel (Sendelbinde) oder stilisierter Herzogskrone bis hin zum einfachen Ornament, dem wahrscheinlichsten Ursprung. Da gerade in der formativen Zeit der Heraldik die graphische Aussagekraft wichtiger war als der später hinzugedichtete Symbolismus, kann man primär von einer ornamentalen Differenzierung des Wappens ausgehen, die sekundär mit assoziativen Begrifflichkeiten belegt wurde, und wegen der Ähnlichkeit mit Blättern der Raute (Weinraute, Ruta graveolens aus der Familie der Rutaceae, der Rautengewächse), einer alten Gewürz- (vgl. auch Grappa) und im mittelalterlichen Arzneischatz wichtigen Heilpflanze (ätherische Öle, aber - cave - auch photosensibilisierend durch die Furanocumarine), könnte dieser feststehende Begriff entstanden sein. Man hüte sich trotz vielfältigster Theorien jedoch davor, zu viel in ein Motiv hineinzuinterpretieren. Zum Namen können wir den Bezug zur Pflanze herstellen, zum Motiv nicht.

Abb.: Wappen der Sophie von Sachsen-Lauenburg, am Palas bzw. Amtshaus der Burg Schaumburg bei Rinteln.

Der wichtigste Rautenkranz in der Heraldik
Der bekannteste Rautenkranz ist der im sächsischen Wappen. Es ist von Schwarz und Gold neunmal geteilt, darüber ein grüner schrägrechter Rautenkranz. Nachdem 1422 die askanische Linie Sachsen-Wittenberg ausstarb, kam die Herzogswürde von Sachsen 1423 an die Wettiner. Das war der Dank für das Engagement in den Hussiten-Kriegen. Der Rautenkranz war ursprünglich eine Wappenminderung des alten Askanierwappens durch den jüngeren Bruder Albrecht von Sachsen, während Heinrich von Aschersleben das Askanierwappen unverändert (von schwarz und Gold neunmal geteilt) führte. Helmzier von Sachsen: Auf gekröntem Helm ein gekrönter Spitzhut, wie der Schild bez., in der Hutkrone ein natürlicher Pfauenstoß. Ursprünglich war das ein breitkrempiger Hut, der dann im Laufe der Zeit zum Spitzhut wurde und das Schildbild als Hilfskleinod wiederholte.

Abb.: Wappen für Sophie Amalia Caroline, Herzogin von Sachsen-Hildburghausen (1732-1799) am Rokokobrunnen auf dem Weikersheimer Marktplatz

Das heutige Landeswappen Sachsens zeigt im neunmal von Schwarz und Gold geteilten Feld einen schrägrechten grünen Rautenkranz, das heutige Wappen des Landes Sachsen-Anhalt ist geteilt, oben über neunmal gold-schwarz geteilt (umgekehrte Reihenfolge!), ein schrägrechter grüner Rautenkranz. Im silbernen linken Obereck ein schwarzer golden bewehrter schwarzer Adler mit silbernen Krallen. Unten im silbernen Feld ein auf einer roten, gezinnten Mauer mit offenem Tor schreitender schwarzer Bär.

Weitere Wappen mit Rautenkranz
Herzöge von Savoyen-Carignan-Soissons (nach Siebmacher, Band NÖ2, Seite 28, Tafel 8): Geviert mit gespaltenem Mittelschild, darin rechts in Rot ein silbernes Kreuz (Savoyen), links im rot-eingefaßten blauen Feld ein schwebender kleiner roter Schrägbalken, begleitet oben von 2, unten von 1 goldenen Lilie (Soissons); Feld 1 geviert; 1. in Silber ein großes goldenes Kreuz, begleitet von 4 kleinen goldenen Kreuzen (Jerusalem), 2. silbern-blau gestreift mit einem roten Löwen (Zypern), 3. in Silber ein gekrönter roter Löwe (Armenien), 4. in Silber ein gekrönter roter Löwe (Luxemburg); 2. durch einen aufrecht stehenden silbernen Zwickel, darin 3 rote Schröterhörner (Engern) gespalten, rechts in Rot ein silbernes Pferd, links 10 mal golden-schwarz geteilt mit einem schräggelegten grünen Rautenkranz (Sachsen); 3. gespalten, rechts in mit schwarzen Schindeln bestreutem silbernen Feld ein schwarzer Löwe (Chablais), links in Schwarz ein silberner Löwe (Aosta); 4. gespalten, rechts golden-blau 3 mal in 3 Reihen geschacht (Genf), links silbern mit rotem Schildhaupt (Montferrat).

Fürsten von Liechtenstein (nach Siebmacher, Band FstA, Seite 138, Tafel: 167 et al.): geviert mit eingepfropfter Spitze und Herzschild, Feld 1: in Gold ein gekrönter und goldenbewehrter schwarzer Adler mit silberner, mit einem Kreuzchen in der Höhlung besteckter Mondsichel auf der Brust (Schlesien), Feld 2: von Gold und Schwarz siebenmal geteilt, überdeckt von einem grünen, schrägrechten, gebogenen Rautenkranz (Chuenring, Kuenring, seit 1620), Feld 3: rot-silbern gespalten (Herzogtum Troppau in Schlesien, seit 1614, Fürst Karl I. von Liechtenstein hatte 1614 vom Kaiser das Herzogtum Troppau verliehen bekommen), Feld 4: in Gold ein gekrönter, golden bewehrter, schwarzer Jungfernadler mit silbernem Kopf (für Ostfriesland bzw. Rietberg, Verbindung 1604), eingepfropfte Spitze: in Blau ein goldenes Jagdhorn (Hifthorn) mit goldenem Band (Herzogtum Jägerndorf in Schlesien, seit 1623, war ein Geschenk des Kaisers an Karl I. von Liechtenstein), Herzschild: golden-rot geteilt (Stammwappen der Fürsten von Liechtenstein).

Blaspiel (nach Siebmacher, Band PrGfE, Seite 22, Tafel 14): Quadriert mit goldenem Herzschild mit einem roten Adlerrumpf. Feld 1 und 4: in Silber ein Amboss natürlicher Farbe. Feld 2 und 3: in Blau ein goldener Rautenkranz.

Dickschas (aus Litauen, nach Siebmacher, Band Bg11, Seite 3, Tafel 3): Geteilt von Silber und Rot, oben rechtsschräger grüner Rautenkranz, unten auf goldenem Boden ein breiter grüner Baum.

Fürst Sulkowski (nach Siebmacher, Band FstA, Seite 257, Tafel 341): Geviert mit Herzschild, darin von Gold über Rot geteilt, oben ein wachsender schwarzer Adler, über dessen Brust sich ein schrägrechter grüner Rautenkranz zieht, unten 3 (2:1) golden gefaßte Brillantkreuze. Feld 1 und 4 des Hauptschildes enthält in Schwarz einen goldenen Doppeladler, das 2. von Silber und Rot und das 3. von Rot und Silber gespaltene Feld zeigt je einen doppelschweifigen einwärts gekehrten Löwen von verwechselter Tinktur.

Crettier (nach Siebmacher, Band BayA1, Seite 131, Tafel 137): Von Gold, Rot und Gold dreifach geteilt, Feld 1:. ein gekrönter schwarzer Adler, Feld 2: eine goldene Lilie zwischen 2 zugewendeten goldenen Löwenköpfen, Feld 3: drei linksschräge grüne Rautenkränze.

Wegeleben (nach Siebmacher, Band AnhA, Seite 64, Tafel 37): In Silber ein schwarzer Balken, überzogen von einem schrägrechten roten Rautenkranz.

Chuenringen (Kuenring) (nach Siebmacher, Band OÖ, Seite 22, Tafel 11, Band NÖ1, Seite 253, Tafel 131): Geviert mit von Blau und Silber quadriertem Herzschild. Feld 1 gespalten, vorne in Gold ein halber schwarzer Adler am Spalt, hinten von Silber und Rot siebenmal schrägrechts geteilt. Feld 2: im Schildfuß ein Stoß von Baumstämmen mit ihrer Stirnseite. Darüber waagrecht, Schneide abwärts, ein Beil, darüber ein grüner Rautenkranz. Feld 3: in Silber ein roter Ring. Feld 4: in Gold ein schwarzer Löwe.

Landgrafen des Elsass (Siebmacher, Band Souv2, Seite 14-15, Tafel 22): In Rot ein silberner Schrägbalken (Leiste) zwischen zwei mit den Blättern nach außen gekehrten schmalen silbernen Rautenkränzen. Statt Silber auch Gold angegeben je nach Quelle. Dieses Wappen findet Eingang in das des Bistums Straßburg: Geviert, 1 und 4: In Rot ein silberner Schrägbalken, 2 und 3: In Rot ein silberner Schrägbalken, beiderseits besetzt mit einer Rautenkranzleiste.

Abb.: Bistum Straßburg.

Wappen mit Rautenkranz in der DWR
Jacob, aus Grün, Krs. Reichenbach i. Vogtl. * vor 1574, DWR, Band: XXV, Seite: 72, Nummer: 6785/73: In schwarz-golden durch einen grünen Rautenkranz schrägrechts geteiltem Schilde zwei Jakobsmuscheln in verwechselten Farben. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit grün-goldenen Decken drei Straußenfedern schwarz-grün-golden.

Grosse, aus Rittersberg, Kreis Marienberg/Sachsen * 1845, DWR, Band: XLVI, Seite: 37, Nummer: 8649/86: In schwarz-golden gespaltenem Schild ein Maueranker in verwechselten Farben, in der Mitte balkenförmig überdeckt von einem grünen Rautenkranz. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken vor einer grünen Eiche wachsend ein schwarz mit goldenen Aufschlägen, Schulterkragen und Leibgürtel gekleideter Mann mit schwarzem Hut, daran eine goldene Feder, in der erhobenen Rechten ein silbernes Schwert mit goldenem Griff, in der Linken einen Schild mit dem Bilde des Hauptschildes haltend.

Schwarze, aus Glossen, Krs. Oschatz/Sachsen * um 1550, DWR, Band: LXII, Seite: 87, Nummer: 10119/97: Unter goldenem gebogenen Schildhaupt, nach der Teilung belegt mit einem grünen Rautenkranz, in Schwarz ein golden gehörnter, silberner Widderkopf hersehend. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender, schwarz mit goldenem Umhang bekleideter schwarzbärtiger Mann, mit der Rechten eine schwarz gestielte goldene Schäferschippe haltend.

Herold, aus Ruppertsgrün, Krs. Plauen * 1781, DWR, Band: XXIV, Seite: 41, Nummer: 6651/72: In Silber auf grünem Dreiberg wachsend ein Herold mit schwarz-golden mehrfach gestreiftem und mit einem schrägrechten grünen Rautenkranz überdeckten Tappert, in der Rechten an schwarzer Lanze ein goldenes - mit gekröntem roten Greifenkopf belegtes - Banner mit roten Schwenkeln tragend, mit der Linken eine goldene Brille emporhaltend, auf dem Haupte ein goldenes Barett mit schwarzer Binde und Straußenfeder. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein aufgerichteter goldener Spinnrocken zwischen vier beblätterten goldenen Kornähren.

Hetzel, aus Sylda, Mansfelder Gebirgskreis * 1603, DWR, Band: XXXI, Seite: 44, Nummer: 7226/77: In golden-rot gespaltenem Schilde an der Schildhauptstelle ein durchgehender Rautenkranz balkenweise, daran hängend ein zweimal beringtes Jagdhorn mit der Schallöffnung nach links an zwei sich schragenweise kreuzenden und einmal um das Jagdhorn sich windenden Bändern, alles in verwechselten Farben. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein viereckiges goldenbequastetes rotes Kissen mit zwei schragenweise darüber liegenden farbwechselnden roten Schöffenstäben mit goldenen Griffwülsten.

Stockmann, aus Rochlitz/Sachsen * 1495, DWR, Band: VI, Seite: 87, Nummer: 1906/35: In Gold eine schwarze, mit einem goldenen Hochkreuz belegte Kugel, überhöht von einem aufwärts gebogenen grünen Rautenkranz. Auf dem grün-golden-schwarz-golden bewulsteten Helm mit rechts grün-goldenen und links schwarz-goldenen Decken eine aus einem liegenden goldenen Halbmond wachsende grüne Palme.

Rautenberg, aus Quittainen, Kreis Preuß. Holland/Ostpreußen * vor 1803, DWR, Band: LI, Seite: 54, Nummer: 8952/88: In golden-rot gespaltenem Schild ein rot-golden gespaltener und mit einem aus dem Schildrand wachsenden farbengewechselten Kleeblatt belegter Dreiberg, das Ganze überhöht von einem nach oben gebogenen farbengewechselten Rautenkranz. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein trapezförmiges, rot-golden gespaltenes Schirmbrett, oben besetzt mit einem farbengewechselten Rautenbalken mit zwei aufrechten und einem gestürzten Kleeblatt.

Kommunalwappen mit Rautenkranz
Als allgegenwärtiges Motiv der Wettiner findet sich der Rautenkranz in unendlich vielen kommunalen Wappen der Städte und Gemeinden im ehemaligen Herrschaftsgebiet:

Belzig (Stadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark, Land Brandenburg): In Blau ein silberner, runder Turm mit zwei Zinnenkränzen, zwischen denen ein schwarzes Kreuz sichtbar ist, mit einer goldbeknauften grünen Kuppel und mit einer offenen Pforte rechts unten. Davon rechts gelehnt ein neunfach schwarz-golden geteilter und mit grünem Rautenkranz schrägrechts belegter Schild.

Stockheim (Gemeinde im Landkreis Kronach, Oberfranken): Durch eine gesenkte, eingeschweifte rote Spitze, darin schräg gekreuzt ein silberner Schlägel und ein silberner Hammer, gespalten; vorne in Gold ein bärtiger Männerrumpf in schwarzem Kleide mit weißem Kragen und weißgestülptem schwarzen Spitzhut, dessen herabhängende Spitze mit einem sechsstrahligen roten Stern bedeckt ist, hinten fünfmal geteilt von Schwarz und Gold, überdeckt von einem schrägen gebogenen grünen Rautenkranz.

Schneckenlohe (Gemeinde im Landkreis Kronach, Oberfranken): Durch eine gesenkte eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Henkelkorb, gespalten; vorne siebenmal geteilt von Blau und Silber, belegt mit einem schräglinken, gebogenen roten Rautenkranz, hinten siebenmal geteilt von Gold und Schwarz, belegt mit einem schrägen, gebogenen roten Rautenkranz.

Mustin (Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein): Von Schwarz und Gold erhöht schräg geteilt. Oben ein goldener Pferdekopf, unten ein mit Kleeblättern besetzter grüner Schrägbalken (Rautenkranz), der unten von zwei grünen Seeblättern nach der Figur begleitet wird.

Dessau (Stadt in Sachsen-Anhalt): Gespalten mit golden-rot geviertem Schildfuß, vorn in Silber am Spalt ein roter, goldbewehrter Adler mit roter Zunge; hinten neunmal geteilt von Schwarz und Gold, belegt schrägrechts mit einem grünen Rautenkranz. Das Wappen wird gekrönt von fünf roten Mauerzinnen.

Coswig (Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt): Im blauen mit zwölf goldenen Sternen bestreuten Schild eine Frauengestalt in langem, silbernem Kleid, golden gekrönt, in der Rechten einen goldenen Stechhelm, die Linke einen Schild haltend. Der Schild gespalten, vorn in Silber ein roter golden bewehrter Adler am Spalt, hinten neunmal schwarz-golden geteilt, belegt mit einem grünen Rautenkranz.

Wentorf bei Hamburg (Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein): In Gold ein sechsspeichiges schwarzes Wagenrad unter einem grünen Rautenkranz im Schildhaupt.

Basthorst (Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein): In Rot ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem grünen Rautenkranz; oben ein silberner Pferdekopf, unten eine silberne Lilie.

Landkreiswappen mit Rautenkranz
Auch hier spiegelt die zivile Heraldik die ehemalige Herrschaft der Wettiner wider:

Altenburger Land (Landkreis in Thüringen): Geviert. Feld 1: in Silber eine rote Rose mit goldenem Butzen und grünen Kelchblättern; Feld 2: in Blau einen aufrechten, von Gold über Silber geteilten Löwen; Feld 3: neunmal von Schwarz und Gold geteilt und mit einem grünen Rautenkranz belegt; Feld 4: in Silber eine rote Eichel mit grünem Kelch.

Schmalkalden-Meiningen (Landkreis in Thüringen): Das Wappen ist geviertet und zeigt in Feld 1 in Gold auf einem grünen Dreiberg eine schwarze Henne mit rotem Kamm und roten Lappen, in Feld 2 in Blau einen siebenmal von Silber über Rot geteilten, golden gekrönten Löwen mit goldener Bewehrung, in Feld 3 in Blau eine schrägrechte goldene Lanze mit einer rot-weiß gevierteten Fahne, deren linker Rand in jedem Feld eine halbkreisförmige Einbuchtung zeigt; Feld 4 ist neunmal von Schwarz über Gold geteilt und mit einem schrägrechten grünen Rautenkranz belegt.

Coburg (Landkreis in Oberfranken): Gespalten; vorne die Bayerischen Rauten, hinten neunmal geteilt von Schwarz und Gold, belegt mit einem schrägen und gebogenen grünen Rautenkranz.

Saale-Holzland-Kreis (Landkreis in Thüringen): Gespalten durch eine eingebogene, aufsteigende, goldene, mit roten Herzen besäte Spitze, darin ein schwarzer wachsender Löwe, rechts in Rot ein silberner Schrägrechtsbalken und links in neunmal von Schwarz und Gold geteiltem Feld ein schrägrechter grüner Rautenkranz.

Greiz (Landkreis in Thüringen): Über einem schwarz-gold geteilten und mit einem gebogenen, schrägrechten grünen Rautenkranz belegten Schildfuß von Schwarz und Silber geteilt zeigt es vorn einen aufrechten goldenen, rotbekrönten und -bewehrten Löwen und hinten einen goldenen Kranich.

Ballenstedt (Landkreis in Sachsen-Anhalt): Geviert. 1: am Spalt ein roter goldbewehrter Adler; 2: neunmal geteilt, die Farben Schwarz über Gold, schrägrechts belegt mit einem grünen Rautenkranz; 3: neunmal geteilt, die Farben Schwarz über Gold; 4: In Silber der rotgewandete heilige Cyriacus; im silbernen Herzschild auf roter Zinnenmauer mit offenem Tor ein nach rechts schreitender schwarzer Bär.

Sömmerda (Landkreis in Thüringen): Gespalten mit einer eingepfropften Spitze, vorn neunmal von Schwarz über Gold geteilt und mit einem grünen Rautenkranz belegt; hinten in Blau ein siebenmal von Rot über Silber geteilter, golden bewehrter und gekrönter Löwe, in der Spitze ein silbernes sechsspeichiges Rad auf rotem Grund.

Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis in Thüringen): Das Wappen ist geviert und zeigt in den Feldern 1 und 4 auf goldenem Grund einen schwarzen, golden nimbierten, rot bewehrten Doppeladler, die Brust belegt mit einem goldenen Schild und einem Fürstenhut, über den Adlerköpfen schwebend eine Kaiserkrone mit roten Kappen, in den Fängen ein goldenes Zepter und einen goldenen Reichsapfel haltend, darunter eine rote Streugabel über einem roten Kamm; die Felder 2 und 3 sind neunmal von Schwarz und Gold geteilt, belegt mit einem schrägrechten grünen Rautenkranz.

Synonyme
engl.: crown of rue, chaplet of rue, wreath of rue, a bend treflé, a bend archée coronettée, a coronet extended in bend, frz. crancelin (vgl. "Kränzlein")

Literatur, Links und Quellen:
Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Von Apfelkreuz bis Zwillingsbalken. Battenberg-Verlag, 2. Auflage 2006, ISBN: 3-86646-010-4
Siebmachers Wappenbücher
Deutsche Wappenrolle Bände 1-71

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