Bernhard Peter
Wappen der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda

Die Geschichte der Wappen der Fürstäbte und Fürstbischöfe von Fulda
Teil (1): AD 1472 - 1678

Johann II. Graf von Henneberg-Schleusingen (1472-1513), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Johann II. Graf von Henneberg-Schleusingen (1472-1513) ist geviert:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann III. Graf von Henneberg-Schleusingen (1521/29-1541), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Johann III. Graf von Henneberg-Schleusingen (1521/29-1541) ist geviert mit Herzschild:

Bildbeispiel: Hammelburg, Rathaus. Berg abweichend tingiert.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Wolfgang Dietrich von Eusigheim (1550-1558), Fürstabt

Das Wappen (Eusigheim = Ussigheim) ist geviert:

Über dem Wappen stehen zwei Helme:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Philipp Georg Schenk zu Schweinsberg (1567-1568), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Philipp Georg Schenk zu Schweinsberg (1567-1568) ist geviert:


Balthasar von Dernbach (genannt Grauel) (1570-1576 und 1602-1606), Fürstabt

Das Wappen von Fürstabt Balthasar von Dernbach, genannt Grauel (regierte 1570-1576 und 1602-1606) ist geviert:

Über dem Wappen stehen zwei Helme (das auf einem roten Kissen stehende schwarze Kreuz der Fürstabtei Fulda fehlt):

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Friedrich von Schwalbach (1606-1622), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Johann Friedrich von Schwalbach (1606-1622) ist geviert:

Das Wappen wird mit zwei Helmen geführt:

Bildbeispiel: Mackenzell, Herrenmühle

Alternativ über dem Schild der Fürstenhut, hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (1623-1632), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (1623-1632) ist geviert:

Variante 1: Über dem Wappen stehen drei Helme:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:

Bildbeispiel: Fulda, Abtei St. Maria, Eingangsportal

Variante 2: vereinfachte bildliche Darstellung, über dem Schild der Fürstenhut, hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens::


Johann Adolf von Hoheneck (1633-1635), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Johann Adolf von Hoheneck (1633-1635) ist geviert:

Über dem Schild der Fürstenhut, hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:

Bei einer Darstellung mit Helmen würde der Stammhelm der Familie Hoheneck einen wie der Schild tingierten Brackenrumpf als Kleinod haben, Helmdecken rot-silbern.


Hermann Georg von Neuhof/Neuhoff (genannt Ley) (1635-1644), Fürstabt

Das Wappen des Fürstabtes Hermann Georg von Neuhof/Neuhoff (genannt Ley) (1635-1644) ist geviert:

Über dem Schild der Fürstenhut, hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Joachim Graf von Gravenegg (1644-1671), Fürstabt

Das Wappen von Fürstabt Joachim Graf von Gravenegg (1644-1671) ist geviert:

Variante 1: Es ist mit drei Helmen ausgestattet, Krummstab und Schwert sind hinter dem Wappen gekreuzt.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:

Bildbeispiel: Fulda, Priesterseminar

Variante 2: Daneben wurde von Fürstabt Joachim Graf von Gravenegg (1644-1671) eine einfachere Variante des Wappens geführt: Der Schild ist geviert:

Auf dem Schild ruht eine einfache heraldische Laubkrone; Krummstab (rechts) und Schwert (links) sind hinter dem Wappen gekreuzt.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:

Bildbeispiel: Fulda, Erker des Priesterseminars


Kardinal Bernhard Gustav Markgraf von Baden-Durlach (1671-1677), Fürstabt

Variante 1: Das Wappen des Fuldaer Fürstabtes Bernhard Gustav Markgraf von Baden-Durlach (1671-1677) ist geviert:

Auf dem Schild rechts die Inful, links der Fürstenhut. Hinter dem Schild stecken Krummstab und Schwert.

Variante 2: In seiner gleichzeitigen Funktion als Fürstabt von Fulda und auch als Fürstabt von Kempten ist das Wappen geviert mit Herzschild und wie folgt tingiert:

Über dem Schild der Kardinalshut.

Bildbeispiel: Hammelburg, Burg Saaleck

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Literatur:
Siehe zusätzlich allgemeines Quellenverzeichnis bzw. die bei den jeweiligen Objekten angegebenen Quellen.
Siebmachers Wappenbücher, Band Bistümer
Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, erstellt von Clemens Brodkorb, Reinhard Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag 2007, ISBN 978-3-7954-1637-9

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