Bernhard Peter
Wappen der Eichstätter Fürstbischöfe

Die Geschichte der Wappen der Eichstätter Fürstbischöfe
Teil (3): AD 1705-1905

Johann Anton I. Knebel von Katzenelnbogen (1705-1725)

Das Wappen ist geviert:

Helme:

Bildbeispiel: Eichstätt, Kloster der Augustiner-Chorfrauen de Notre Dame

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Franz Ludwig Freiherr Schenk von Castell (1725-1736)

Das Wappen ist geviert mit Herzschild:

Helme:

Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab und Schwert.

Bildbeispiel: Eichstätt, ehemalige fürstbischöfliche Regierung und Kanzlei

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Anton II. Freiherr von Freyberg (1736-1757)

Das Wappen ist geviert:

Helme (auch nur mit der Inful vorkommend):

Bildbeispiel: Eichstätt, Waisenhaus

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Raymund Anton Graf von Strasoldo (1757-1781)

Auch Strassoldo. Das Wappen ist geviert mit Mittelschild und Herzschild

Bildbeispiel: Beilngries, Schloß Hirschberg

Mögliche Helme:

Schildhalter: Zwei Mohren, von denen der heraldisch rechte einen schräggerichteten Krummstab, der heraldisch linke ein schräggerichtetes Schwert hält. Das Wappen wird auch mit fürstlichem Wappenmantel und mit Fürstenhut dargestellt. Hinter dem Schild ein aufrechtes Kleeblattkreuz. Im Siebmacher Band Bistümer wird das Wappen mit Prunkstücken und mit oberhalb des Wappenmantels aufgereihten Helmen dargestellt.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Anton III. Freiherr von Zehmen (1781-1790)

Das Wappen besteht aus Hauptschild und Herzschild:

Vier Helme sind auf dem Wappen zu sehen:

Bildbeispiel: Epitaph im Willibaldschor im Dom zu Eichstätt

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Joseph Graf von Stubenberg (1790-1824)

Das Wappen des letzten Eichstätter Fürstbischofs ist geviert:

Darstellung mit Wappenmantel und Fürstenhut, mit dahinter gekreuztem Krummstab und Schwert, sowie dahinter gestelltem Kreuz.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Franz Leopold Freiherr von Leonrod (1867-1905)

Ein spätes Wappen einer Familie, die den Eichstätter Bischöfen immer treu gedient hatte, aber erst im 19. Jh. selbst einen stellte. Die Zeit der Fürstbischöfe war vorbei, aber für ein schönes Wappen ist es nie zu spät: Das Wappen ist geviert:

Der weltlichen Herrschaft beraubt, entfallen natürlich Prunkstücke wie Wappenmantel, Fürstenhut, Krummstab und Schwert, die einfache Inful bzw. Mitra bezeichnet den Status als Bischof.

Bildbeispiel: Glasfenster im Eichstätter Dom

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Literatur:
Siehe zusätzlich allgemeines Quellenverzeichnis bzw. die bei den jeweiligen Objekten angegebenen Quellen.
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere Band Bistümer
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, von Clemens Brodkorb, Reinhard Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag 2007, ISBN 978-3-7954-1637-9

Die Wappen der Fürstbischöfe von Eichstätt - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3)

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Veröffentlichung der Innenaufnahmen aus dem Eichstätter Dom und dem Mortuarium mit freundlicher Erlaubnis des Herrn Domkapitular Manfred Winter, Summus Custos, als Vertreter des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt, vom 07.05.2007, wofür ihm an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007, 2013
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