Bernhard Peter
Wappen der Eichstätter Fürstbischöfe

Die Geschichte der Wappen der Eichstätter Fürstbischöfe
Teil (2): AD 1552-1705

Eberhard II. von Hirnheim (1552–1560)

Das Wappen von Hirnheim (Hürnheim) ist geviert mit Herzschild:

Zwei Helme:

Bildbeispiel: Dom zu Eichstätt, Grabdenkmal im Willibaldschor

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Martin von Schaumberg (1560–1590)

Variante 1: Das Wappen ist geviert:

Mögliche Helme:

Variante 2: Wappen des Hochstifts und der Familie separat:

Bildbeispiel: Collegium Willibaldinum in Eichstätt, oben Hochstift Eichstätt, unten die Bischöfe Schaumberg und Westerstetten. Bemalung größtenteils unrichtig, insbesondere die grünen Helmdecken.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Kaspar von Seckendorff (1590–1595)

Das Wappen des Bischofs Kaspar von Seckendorff (1590–1595) ist geviert:

Helme:

Bildbeispiel: Dom zu Eichstätt, Seckendorff-Altar

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Conrad von Gemmingen (1595–1612)

Das Wappen ist geviert:

Helme:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Christoph von Westerstetten (1612–1636)

Variante 1: Als Allianzwappen zwischen Hochstiftswappen und Familienwappen dargestellt:

Bildbeispiel: Willibaldsburg in Eichstätt, Torbau

Bildbeispiel: auf 1620 datiertes Hauptportal der Schutzengelkirche in Eichstätt

Variante 2: Das Wappen ist geviert:

Mögliche Helme:

Bildbeispiel: Willibaldsburg, oberer (innerer) Eingang zum äußeren Tor

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Marquard II. Schenk von Castell (1636–1685)

Variante 1: Das Wappen ist ein zusammengestelltes Wappen aus zwei separaten Schildkartuschen (Beispiel: Festungsmauern der Willibaldsburg):

Variante 2: Das Wappen ist geviert:

Mögliche Helme (auch nur mit der Inful zu sehen):

Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab und Schwert.

Variante 3: Das Wappen ist geviert mit Herzschild:

Helme:

Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab und Schwert.

Bildbeispiel: Eichstätt, Dompropstei

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johannes Eucharius Schenk von Castell (1685–1697)

Das Wappen ist geviert mit Herzschild:

Helme:

Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab und Schwert.

Bildbeispiel: Haus der Dom-Augusto-Stiftung, am Domplatz 8 in Eichstätt, ehemals Sitz der alten Landvogtei, heute Touristinformation und Volkshochschule, datiert auf 1694.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Martin von Eyb (1697–1704)

Das Wappen ist geviert:

Helme:

Bildbeispiel: Eichstätt, Residenz

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Literatur:
Siehe zusätzlich allgemeines Quellenverzeichnis bzw. die bei den jeweiligen Objekten angegebenen Quellen.
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere Band Bistümer
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, von Clemens Brodkorb, Reinhard Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag 2007, ISBN 978-3-7954-1637-9

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Veröffentlichung der Innenaufnahmen aus dem Eichstätter Dom und dem Mortuarium mit freundlicher Erlaubnis des Herrn Domkapitular Manfred Winter, Summus Custos, als Vertreter des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt, vom 07.05.2007, wofür ihm an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

© Copyright Text, Graphik und Photos: Bernhard Peter 2007, 2013
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