Bernhard Peter
Wappen der Bamberger Fürstbischöfe

Die Geschichte der Wappen der Bamberger Fürstbischöfe
Teil (2): AD 1577-1672

Johann Georg I. Zobel von Giebelstadt (1577-1580)

Das Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Abb.: Forchheim, Innenhof der sog. Kaiserpfalz, dort aufgestellter Wappenstein, der von den abgebrochenen Festungswerken stammt, in leider schlechtem Erhaltungszustand.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Martin von Eyb (1580-1583)

Das Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Ernst von Mengersdorf (1583-1591)

Variante 1: Das Wappen ist zusammengestellt:

Variante 2: Das Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Neidhardt von Thüngen (1591-1598)

Das Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Bildbeispiel: Epitaph im Würzburger Kiliansdom, nördliches Querhaus, Ostwand

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Philipp von Gebsattel (1599-1609)

Bildbeispiel: Giechburg

1. Variante: Als zusammengestelltes Wappen dargestellt mit zwei separaten, einander zugeneigten Schilden:

Bildbeispiel: Kronach, Festung Rosenberg, Zeughaustorbau

2. Variante: als zusammengeschobenes Wappen dargestellt mit beiden Komponenten in einem gespaltenen Schild:

Bildbeispiel: Giechburg, über dem Haupttor, hier mit der Kaiserkrone

3. Variante: als geviertes Wappen:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Oberwappen besteht aber meist aus Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Gottfried I. von Aschhausen (1609-1622)

Bildbeispiel: Pfarrhaus von Pretzfeld

1. Variante: Er war Bischof von Bamberg, ehe er zusätzlich Bischof von Würzburg wurde. Daher gibt es von ihm auch Wappen mit "nur Bamberg" aus der Zeit von 1609-1617. Der Schild ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Oberwappen besteht aber meist aus Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz.

Photobeispiel: Ehehaltenhaus Bamberg

2. Variante: als Bischof von Würzburg und Bamberg 1617-1622: Das Wappen ist geviert mit Herzschild:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Georg II. Fuchs von Dornheim (1623-1633)

Das Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Oberwappen enthält ferner zusätzlich Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz. Alternativ ohne Kleinode, nur mit fürstbischöflichen Insignien.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Franz von Hatzfeld (1633-1642)

Er war vorher (1631) schon Bischof von Würzburg, ab 1633 auch zusätzlich Bischof von Bamberg. Das Wappen ist geviert mit geviertem Herzschild:

Abb.: Hatzfeld-Wappen mit etlichen farblichen Abweichungen auf einer historischen Karte "FRANCONIAE Nova Descriptio Amstelodami. Apud Joannem Janßonium", 17. Jh., wahrscheinlich aus einem Atlas des niederländischen Kartographen und Verlegers Jan Janssonius. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Pastor Rudolf W. L. Jacobs aus Unna für die Zurverfügungstellung dieses Bildes.

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Oberwappen enthält zusätzlich Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz. Alternativ ohne Kleinode, nur mit fürstbischöflichen Insignien (bevorzugte Darstellung).

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Melchior Otto Voit von Salzburg (1642-1653)

Das Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Oberwappen besteht aber standardmäßig aus Kaiserkrone, Krummstab und Schwert/Kreuz.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Philipp Valentin Voit von Rieneck (1653-1672)

1. Variante: als zusammengestelltes Wappen dargestellt mit zwei separaten, einander zugeneigten Schilden:

Bildbeispiel: Kronach, Festung Rosenberg, Bastion St. Valentin im Nordwesten, auf der Spitze der Dreiecksbastion

Variante 2: das Wappen ist geviert:

Bildbeispiel: Kronach, Festung Rosenberg, Festungshaupttor im Süden, Außenseite

Dazu gehörten theoretisch folgende mögliche Helmzieren (alternativ oder zusätzlich die Bischofsmütze oder Kaiserkrone):

Über dem Wappen wird jedoch standardmäßig stattdessen die Kaiserkrone Bambergs (kaiserliche Stiftung) dargestellt. Hinter dem Schild schräggekreuzt Vortragekreuz und Krummstab.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Literatur:
Siehe zusätzlich allgemeines Quellenverzeichnis bzw. die bei den jeweiligen Objekten angegebenen Quellen.
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
Siebmachers Wappenbücher, Band Bistümer
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, von Clemens Brodkorb, Reinhard Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag 2007, ISBN 978-3-7954-1637-9

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Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein - Der Bamberger Löwe

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