Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1904
Schwäbisch Hall (Landkreis Schwäbisch Hall)

Großcomburg (2) - die Zeit Neustetters

In diesem Abschnitt begegnet uns mit Erasmus Neustetter gen. Stürmer (7.11.1523-3.12.1594) nicht nur der berühmteste Dekan der Comburg, sondern auch das bedeutendste Familienmitglied der Neustetter gen. Stürmer, ein baufreudiger Leiter des Ritterstifts und dazu ein bedeutender Gelehrter und Humanist, der innerhalb des Hochstifts Würzburg herausragende Positionen einnahm und als geistige Größe ein wichtiges Gegengewicht zum Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn wurde. Erasmus war der Sohn von Sebastian d. Ä. Neustetter gen. Stürmer (-1562) zu Schönfeld und dessen Frau Elisabeth von Wolmershausen (-1561), eines von insgesamt 17 Kindern. Er wuchs jedoch nicht in Schönfeld in der oberfränkischen Provinz auf, sondern bei Daniel Stiebar von Buttenheim (1503-1555), einem verwandten Würzburger Domherrn, was ihn an den Quell klassischer Bildung brachte und die Basis für seine eigene Karriere bildete und ihn in Humanistenkreisen einführte. Studienreisen führten ihn nach Italien, nach Frankreich, in die Niederlande, an die Universität Löwen (immatrikuliert am 17.12.1540) und später an die Universität Bologna (immatrikuliert 1543) und an die zu Ingolstadt (immatrikuliert 8.11.1547). Zu seinen engeren Humanistenkontakten zählten u. a. Petrus Lotichius Secundus, Johann Posthius und Franciscus Modius.

Für ihn selbst war eine geistliche Karriere vorgezeichnet, auf der er die verschiedensten Positionen und Pfründen innehatte. So war er 1538-1547 Kanonikus bei St. Burkard in Würzburg. Am 12.2.1538 wurde er Domicellar, am 23.12.1544 Kapitular, und am 11.9.1546 Kustos in St. Burkard. Am 13.12.1547 resignierte er von Kanonikat und Kustodie. Er wurde am 20.12.1544 Subdiakon. 1546-1547 war er auch Domherr in Eichstätt. 1545 wurde er Domizellar des Domstifts in Würzburg und im selben Jahr Stiftsherr des Ritterstiftes Comburg und 1551 zehnter Dekan der Comburg, 1552 Domkapitular in Würzburg, 1553 Mitglied der Bruderschaft Maria dell'Anima in Rom, 1559 Propst von Stift Haug in Würzburg, 1561 Domherr in Bamberg, 1564 Domdechant (Domdekan) in Würzburg (resignierte 1570) und 1565 Propst von Stift St. Gangolf im Gärtnerviertel der Stadt Bamberg. 1583 wurde er schließlich auch zusätzlich Propst der Comburg und damit der oberste Leiter des Ritterstifts. Im selben Jahr 1583 war er Senior des Domkapitels in Würzburg und 1584 Jubilar desselben. In all diesen Positionen erwies er sich Reformen gegenüber sehr aufgeschlossen und führte Visitationen durch und Veränderungen ein.

Vor allem aber nahm er wichtige Verwaltungspositionen am fürstbischöflich-würzburgischen Hof ein: 1559-1564 war er Landrichter des Herzogtums Franken in Würzburg, dazu Gesandter des Fürstbischofs bei diplomatischen Verhandlungen, so z. B. 1553 im Zweiten Markgrafenkrieg und 1563 anläßlich der Grumbachschen Händel. 1567 kam er in den Geheimen Rat des Hochstifts Würzburg. Dabei stand er als überzeugter Humanist in einem etwas kritisch-distanzierten Verhältnis zu den jesuitenfreundlichen, gegenreformatorischen Fürstbischöfen in Würzburg, die die Rekatholisierung kraftvoll vorantrieben, auch gab es unterschiedliche Ansichten über die Finanzverwaltung des Hochstifts, wobei der ausgabenfreudige Fürstbischof sich durch das Kapitel gegängelt sah, was zu Neustetters Rücktritt als Domdechant 1570 führte. Tatsächlich war Neustetter so mächtig und angesehen, daß er nach dem Tod von Friedrich von Wirsberg von reformfreudigen Kräften schon als Nachfolgekandidat gehandelt wurde, wobei sich allerdings dann die restaurationswilligen Kräfte mit Julius Echter von Mespelbrunn durchsetzten, welcher bereits Neustetter im Amt des Domdekans ersetzt hatte. Neustetter ging daraufhin auf freundliche Distanz zum würzburgischen Hof und zog sich mehr und mehr aus der Tagespolitik auf die Comburg zurück. Als 1580 der Bischofsstuhl in Bamberg vakant war, war er zwar auch ein möglicher Kandidat, erreichte ihn jedoch nicht, sondern unterlag Martin von Eyb. Neustetter übernahm aber noch einmal mit dem Amt des Rektors der Universität Würzburg, das er von 1589 bis 1591 bekleidete, eine wichtige und einflußreiche Position im geistigen Bereich des Fürstbistums.

Ein erstes Wappen dieses Dekans begegnet uns am sog. Wambold-Bau, dem nördlichsten Teil der Bebauung des mittleren Niveaus des Burgberges und Teil einer hufeisenförmigen Baueinheit aus der Alten Abtei, dem Vellberg-Bau und eben diesem Wambold-Bau. Das Gebäude besteht hofseitig unten aus Stein und im Obergeschoß aus Fachwerk. An seiner nordwestlichen Ecke stößt der Bau an einen der äußersten Ringmauer zugehörigen Turm mit dem Wambold-Turmzimmer. Der auf 1563 datierte Wappenstein ist am östlichen Ende der Südwand über einem verkleinerten, erniedrigt angebrachten Fenster und unterhalb des untersten Fachwerk-Horizontalträgers eingelassen und läßt den Bau so zeitlich einordnen. Benannt wurde der Bau jedoch nicht nach seinem Bauherrn, sondern nach Carl Ludwig Freiherr Wambold von Umstadt (1769-14.5.1842), Domherr in Würzburg und Bamberg sowie Chorherr auf der Comburg. Bei seinem Tod war er das vorletzte Mitglied des längst aufgehobenen Comburger Kapitels gewesen. Heute ist der Wambold-Bau ein Übernachtungshaus mit acht Zimmern.

Das unter den beiden Schilden angebrachte Schriftband trägt in seinem mittleren, die Jahreszahl-Ziffernpaare trennenden Abschnitt ein Steinmetzzeichen. Zwischen den beiden Wappenschilden erscheint oben im Dreiecksgiebel ein geflügelter Engelskopf. Heraldisch rechts ist das Stiftswappen der Comburg zu sehen, gegenüber das Familienwappen der Neustetter gen. Stürmer (ausführliche Beschreibung unten) mit einem Schach-Roch.

Ein Roch ist eine Schachfigur, und zwar der Turm. Seine alte Bezeichnung "Rukh" reicht weit zurück in die Geschichte des Schachs. Das Wort kommt aus dem Arabischen bzw. Persischen und gelangte mit der Kenntnis des Schachspiels über die europäisch-arabische Kulturbrücke in Andalusien nach Zentraleuropa. Schach gehörte seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts zu den sieben Tugenden der Ritter. Der Turm war damals ein Kampfwagen oder Streitwagen, genannt Rukh. Der Turm in der heute verwendeten kantigen Form taucht im Schachspiel erst im 15. Jh. auf. Das alte Schachspiel der Inder, Perser und Araber kannte andere Regeln für die Züge der Figuren, hier war der Kampfwagen die Figur, die weite Strecken überwinden konnte, sozusagen der einzige wirkliche Langschrittler. Hier paßt das Motiv zum Beinamen der Familie, denn ein Langschrittler im Schachspiel kann durchaus als "Stürmer" wahrgenommen werden - auch wenn diese Beziehung nicht kausal belegt ist. Die Dame war damals noch eine schwache Figur. Erst gegen Ende des 15. Jh. wurden die Regeln reformiert. Der Roch war im arabischen "Schattrandsch" die mächtigste Figur, das erklärt seine Auswahl als Motiv, heute gilt er neben der Dame nur noch als zweitstärkste Figur. Die einzige heutige Verwendung des Ausdrucks ist im Wort Rochade, das beim Schach den Schritt des Königs zwei Felder zu einem der Türme hin und den darauffolgenden Sprung des betreffenden Turmes über den König hinweg bezeichnet. Die Rochade war in der alten arabisch-persischen Variante des Schachs aber noch unbekannt. Ihr Vorläufer ist der Königssprung, der um 1200 aufkam, zur Rochade wurde er erst rund 350 Jahre später. Im Englischen hat man zwar den Ausdruck "Rook" für den Turm beibehalten, es ist aber eine der wenigen Sprachen, die statt einer Variante von "rochieren" den Ausdruck "to castle" benutzt. Die typische heraldische Darstellung ist ein Sockel mit konisch zulaufendem, zylindrischem oder gestuftem aufrechten Mittelstück und oben zwei spiegelbildliche hakenartige Abschlüsse wie die Seitenteile einer heraldischen Lilie.

Ein weiterer Wappenstein dieses Dekans befindet sich am Adelmann-Bau auf dessen Nordseite, zwischen den Fenstern des ersten und denen des zweiten Obergeschosses, hoch über dem zweiten (von links gezählt) Portal dieses Gebäudes, das in seinem oberen Teil rücklings an den Nordflügel des Kreuzgangs stößt und von dem aus nach Norden mangels weiterer Gebäude die Sicht frei über die Plateaumauer und die äußere Ringmauer schweift. Der Bau ist benannt nach Philipp Alois Graf Adelmann (1762-1823), Chorherr im Ritterstift Comburg und im Stift Ellwangen. Der unter Neustetter umgebaute Trakt ist uralt und geht in seinen Fundamenten noch auf die romanische Burg zurück. In der Klosterzeit wurde das Gebäude als Schulraum, Verwaltungsgebäude und im oberen Teil als Dormitorium genutzt. Neustetter baute das Gebäude um und brach größere Fenster in die Außenmauern. Das 2012/13 renovierte Gebäude hält heute 13 Übernachtungszimmer für die Akademie bereit. Auf der heraldisch rechten Seite des auf 1571 datierten Wappensteines ist das allgegenwärtige Stiftswappen der Comburg zu sehen, diesmal als Vollwappen ausgebildet, in Blau (hier zu Weiß verblichen) ein goldener, hersehender Löwenkopf (Löwenmaske, Leopardenkopf), der in die Spitze eines erniedrigten goldenen Sparrens (hier in künstlerischer Freiheit leicht eingebogen) beißt. Die Helmzier ist ein auffliegender Vogel (Taube), im Vergleich mit einer Abbildung in einer Haller Chronik um 1600 (nach Georg Widman und Johann Herolt, StadtA SHA 4/4 Bl. 9V) sind die Decken blau-golden, der Vogel (mehr einem Schwan ähnelnd) rotbewehrt und silbern.

 

Auf der heraldisch linken Seite ist das Familienwappen der Neustetter gen. Stürmer zu sehen, in Silber ein schwarzer Schachroch, auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein silberner, schwarz gestulpter hoher Hut, oben mit einem schwarzen Hahnenfederbusch besteckt. Das Wappen wird beschrieben im Alten Siebmacher und im Neuen Siebmacher, Band: BayA2 Seite: 160 Tafel: 99, bei Schöler S. 77 und Tafel 152, im Alberti S. 553 sowie im Rahrbach S. 170-171. Die alte oberfränkische Adelsfamilie, deren Mitglieder im 13. Jh. erstmals auftauchen und vermutlich Dienstmannen der Schlüsselberger waren, hat zunächst nichts mit Neustadt an der Aisch zu tun, sondern stammt aus Neustädtlein am Forst bei Bayreuth. Sie hatten Besitz in Hollfeld, Nesselbach, Zwernitz, Truppach und Kersbach, in Stadelhofen, Tannfeld, Glashofen, Alladorf, Lehen in Sachsendorf, Schönfeld und Pilgerndorf und natürlich Besitz an ihrem Stammsitz Neustädtlein a. F., und im Württembergischen besaß die Familie Witlau, Altenlohr, Roßfeld und Wiesenbach.

Bezüglich des Erlöschens der Familie gibt es einige Unklarheiten und Ungereimtheiten. Die reichsritterschaftliche Familie, die mit Erasmus Neustetter gen. Stürmer (7.11.1523-3.12.1594) einen wirklich in seiner Zeit bedeutenden Mann hervorgebracht hatte, ist 1641 erloschen (lt. Schöler und Dichtel) bzw. am 9.11.1638 (lt. Rahrbach, Biedermann und Kneschke, wobei letzterer einmal 1658 schreibt) im Mannesstamm mit Johann Christoph Neustetter gen. Stürmer, Dompropst zu Bamberg, Domkustos zu Mainz und Senior zu Würzburg, erloschen zumindest in ihrem katholischen, fränkischen Zweig.

Es wurde nämlich 1813 eine Familie Stürmer von Unternesselbach (Unternesselbach liegt etwa 8 km westlich von Neustadt an der Aisch) mit genau diesem Neustetter-Wappen in die Bayerische Adelsmatrikel eingetragen, einem nach Sachsen abgewanderten, evangelischen Zweig der Neustetter gen. Stürmer abstammend, nach Hefner sei die genealogische Verbindung bis 1538 gegeben (lt. Rahrbach). Mitglieder dieser zweiten Familie tauchen auch in Nürnberg auf, so z. B. der Jurist Christoph Wilhelm Stürmer von Unternesselbach (1721-1789), und sein Sohn Johann Christoph Stürmer von Unternesselbach (11.9.1775-28.7.1828), letzter Professor für Mathematik am Egidiengymnasium Nürnberg, und dieser wurde in die bayerische Adelsmatrikel eingetragen, nachdem er seine Abstammung auf Matthias Neustetter gen. Stürmer (gest. 1531) zurückgeführt hatte (lt. Kneschke), dessen Sohn in sächsische Dienste trat. Das identische Wappen ist auf einem Exlibris des Erstgenannten in der Sammlung Berlepsch (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) zu sehen, wobei die Hahnenfedern der Helmzier abwechselnd silbern und schwarz sind. Korrekt scheint damit nur zu sein, daß diese Familie in Franken erloschen war, und möglicherweise zog nachher wieder ein anderer Zweig nach Nürnberg.

Ein ganz anderes Wappen (in Rot ein goldener Balken, begleitet von drei (1: 2) rechtsgekehrten, goldenverzierten silbernen Helmen) führten die wiederum römisch-katholischen Ritter von Stürmer (erbländisch-österreichischer Ritterstand zu Wien am 12.6.1801 für Ignaz Stürmer, k. k. Hofrat bei der Geheimen Hof- und Staatskanzlei, in Bayern 1814 in die Adelsmatrikel immatrikuliert) und späteren Freiherren (österreichischer Freiherrenstand für den Vorgenannten zu Wien am 27.5.1813) und Grafen (österreichischer Grafenstand am 27.12.1842 zu Wien für Bartholomäus Freiherr von Stürmer, Sohn des Erstgenannten, k. k. Wirklicher Geheimrat und Internuntius bei der Ottomanischen Pforte), denen bei dem gräflichen Wappen von 1842 ein mittlerer Helm mit dem Schildbild der fränkischen Familie gegeben wurde, nämlich mit dem schwarzen Schachroch, weil ein Zusammenhang mit der fränkischen Familie postuliert wurde (lt. Kneschke). Tatsächlich war das wohl Wunschdenken oder eine sich aus dem Gleichklang des Namens ergebende Spielerei, denn der Stammvater war Joseph Adam Stürmer aus Wien.

Und am 1.5.1819 wurde von Kaiser Franz I. dem Johann von Neustädter, k. k. Feldmarschalleutnant, sowie dessen Neffen Michael von Neustädter, Departementsvorsteher der k. k. Hofkriegsbuchhaltung, das Wappen der erloschenen fränkischen Familie bei ihrer Erhebung in den österreichischen Freiherrnstand als Herzschild neu verliehen (lt. Kneschke) unter Postulierung eines ungarischen Zweiges der Familie.

Es gibt also im Laufe der Geschichte mehrere Familien, deren Zusammenhang möglich, wahrscheinlich (Nürnberger Familie), unwahrscheinlich oder unplausibel (Ritter von Stürmer, Freiherren und Grafen von Stürmer, Freiherren von Neustädter) ist, die sich alle des schwarzen Schachrochs in ihrem Wappen auf die eine oder andere Art bedienen. Legende und Wahrheit muß hier anhand der Stammbäume sorgfältig überprüft werden.

 

Ein weiteres prächtiges Wappenpaar befindet sich an der Propstei (Gebsattelbau). Das Gebäude, das aus einer beiderseits durchgeführten Erweiterung einer unter Abt Ehrenfried II. von Vellberg errichteten Propstei entstand, konnte drei Kurien für Stiftsherren aufnehmen. Im Bild oben links die Nordseite mit dem zum Hauptzugangsweg in die Burganlage gewandten Hauptportal des Gebäudes, im Bild oben rechts die rückwärtige Südostecke mit dem Anbau auf der südlichen Giebelseite. Benannt ist dieses Gebäude nicht nach seinem Bauherrn, sondern nach Lothar Karl Anselm Joseph Freiherr von Gebsattel (20.1.1761-1.10.1846), seit 1796 Dekan des Würzburger Domkapitels und ab 1818/1821 erster Erzbischof der Erzdiözese München-Freising. Er war von 1778 bis zur Aufhebung 1802 Kustos des Stifts Comburg, und er war der einzige Comburger Stiftsherr, der nach der Säkularisierung noch einmal ein hohes geistliches Amt erlangte.

 

Abb. links: Die Propstei (Gebsattelbau) stößt im Nordosten eng an den Torbau und die hier zurückspringende zweite Ringmauer mit Wehrgang, wobei ein kleiner flacher Bogen die beiden an der engsten Stelle verbindet. Abb. rechts: Biegt man hier nach links um die Ecke, kommt man zum gegenüber dem heutigen Hofniveau vertieft angelegten Hauptportal des Gebäudes mit einem der schönsten Wappensteine der Comburg. Das Relief aus dem Jahre 1587 ist ein Werk des Würzburger Bildhauers Erhard Barg, der auch die Neustetter-Epitaphien schuf.

Beide Wappen sind wiederum als Vollwappen ausgeprägt, heraldisch rechts das Stiftswappen der Comburg, in Blau ein goldener, hersehender Löwenkopf (Löwenmaske, Leopardenkopf), der in die Spitze eines erniedrigten goldenen Sparrens (hier in künstlerischer Freiheit leicht eingebogen) beißt, auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein auffliegender silberner Vogel (Taube), heraldisch links das Familienwappen der Neustetter gen. Stürmer zu sehen, in Silber ein schwarzer Schachroch, auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein silberner, schwarz gestulpter hoher Hut, oben mit einem schwarzen Hahnenfederbusch besteckt.

Auszug aus der Genealogie der fränkischen Neustetter gen. Stürmer (nach Biedermann et al.):

Blick vom mittleren Niveau der Anlage auf den Torbau, links die Michaelskapelle mit der romanischen Zwerchgalerie. Das zweite Obergeschoß des Torbaus wird zur Gänze von einem überdachten Wehrgang eingenommen. Erasmus von Neustetter gen. Stürmer hatte bei seinen Umbaumaßnahmen hinter das romanische Ringmauertor ein neues, massives Torhaus gesetzt. Heute ist im Torhaus eine Ferienwohnung eingerichtet.

Der innere Torbogen des Torbaus besitzt einen Schlußstein, der die Jahreszahl 1575 in zwei Ziffernpaare trennt und zwei Schilde mit geschweiften und beidseitig eingebuchteten Rändern, jeweils innerhalb eines kreisrunden, profilierten Medaillons. Das inhaltliche Programm ist das gleiche wie zuvor, heraldisch rechts das Stiftswappen der Comburg, heraldisch links der Schachroch der Neustetter gen. Stürmer.

 

Nach Passieren des Torbaues führt der steil ansteigende, auf das mittlere Niveau der Comburg führende Zufahrtsweg durch den tunnelartigen Unterbau der Michaelskapelle. Innen ist am Ende des Tunnels über dem Torbogen ein weiterer Wappenstein angebracht, am Torbogen rechts und links der kleinen Konsole am Schlußstein auf 1588 datiert. Der Torbau, ein Glanzstück romanischer Architektur, hatte im Kloster mitnichten die Funktion eines Wehrbaues, sondern die der Trennung von geistlichem Bereich und Wirtschaftsbereich: Durch den tunnelartigen Durchgang betrat man den geistlichen Bezirk, rechts gelangte man durch den Zwischenraum gegen die Ringmauer (später von der alten Dekanei überbaut) in den Wirtschaftshof.

Das von zwei Karyatiden flankierte Mittelfeld ist stark verwittert. Eine menschliche Figur hält zwei Schilde mit stark ornamental aufgelösten Rändern und oben eingerollten Fortsätzen, und jede dieser Schildkartuschen enthält ein komplettes Vollwappen, eine ungewöhnliche Ineinanderschachtelung, die aber eine stilistische Tendenz aufzeigt: Mit der zunehmenden Auflösung des äußeren Schildrandes wird eine geschlossener innere Eingrenzung der heraldischen Inhalte notwendig. In den meisten Fällen geschieht das durch einen ovalen inneren Rahmen, während der äußere Rand mehr und mehr zur Zierkartusche wird. Ungewöhnlich ist hier, daß ein komplettes Vollwappen auf einen zwar sich zum Ornament auflösenden, aber der Idee nach durchaus noch vorhandenen Schild gesetzt wird, ein Schild mit Oberwappen in einen Schild ohne Oberwappen. Das inhaltliche Programm ist das gleiche wie zuvor, heraldisch rechts das Stiftswappen der Comburg, heraldisch links das Wappen der Neustetter gen. Stürmer wie oben beschrieben.

Abb.: Blick nach Durchschreiten des Torhauses auf die Michaelskapelle mit der romanischen Zwerchgalerie. Im Erdgeschoß führt der Torweg wie durch einen Tunnel unter dem Gebäude hindurch und erreicht das mittlere Niveau der Anlage. Rechts im Bild ist die Alte Dekanei angeschnitten.

In dem Maße, in dem Erasmus Neustetter von der Würzburger Tagespolitik enttäuscht wurde, zog er sich auf die Comburg zurück und baute sie zu seinem eigenen Himmlischen Jerusalem nach seinen Vorstellungen aus. Unter seiner Herrschaft wurden sehr umfangreiche Baumaßnahmen ausgeführt, und das sehen wir auch an den vielen Wappendarstellungen aus seiner Zeit. In seiner Amtszeit entstand auch der äußere, dritte Mauerring von 460 m Länge mit Torbauten, was verschiedene eingehauene Jahreszahlen wie am zweiten Tor 1560 und 1575 oder an der Nordostecke 1572 belegen. Für diese Zeit ist die Wehrtechnik dieser äußeren Mauer völlig veraltet, knüpfte aber in ihrer Form an die mittelalterlicher Klosterburgen an. Diese Mauer sollte und konnte kein Heer aufhalten, sondern die Idealwelt im Inneren bewahren. In der zweiten Hälfte des 16. Jh. bestimmten nicht hohe Wehrmauern, sondern flache Batterietürme den Verteidigungswert einer Anlage. Doch die Comburg erhielt unter Neustetter keine einzige Geschützstellung, sondern eine gotisch anmutende Ringmauer mit runden Türmen. Da davon auszugehen ist, daß der Chef nicht große Summen ausgibt für nutzlose Verteidigungsanlagen, liegt eine eher religiöse Interpretation auf der Hand: Dieser Mauerring, der zudem aus der rechteckigen Anlage ein Oval machte, mit seinen Mauertürmen war ebenso ein irdisches Abbild des Himmlischen Jerusalems wie es der von Neustetter wiederentdeckte Radleuchter in der Stiftskirche war. Dieser Mauerring hat also mehr eine ideelle Wirkung als eine fortifikatorische.

Und es wurde nicht nur gebaut (Ringmauer, Türme, Adelmannbau, Gebsattelbau, Alte Dekanei, Torbau, Wamboldbau), sondern es wurden auch die Klosterkirche und der Kreuzgang künstlerisch ausgemalt. Im Jahre 1570 beförderte er einen der größten Kunstschätze wieder ans Tageslicht, nachdem er lange vergessen war, den berühmten romanischen Kronleuchter von 5 m Durchmesser. Er baute ferner aus privaten Mitteln eine bedeutende Gelehrtenbibliothek auf, in die u. a. 1572-1574 der Buchbestand des Oswald von Eck (Sohn des bayerischen Kanzlers Leonhard von Eck) Eingang fand, die größte Einzelerwerbung für die Bibliothek. Diese Bibliothek von ca. 3500 Bänden vermachte er testamentarisch dem Stift. Ein Nachfolger im Amt des Dekans, Konrad Ludwig Zobel von Giebelstadt, der letzte, der sich für die Bibliothek eingesetzt hatte, ließ am Westflügel des Kreuzgangs Bibliotheksräume errichten, die heute nicht mehr existieren, da sie 1830 zusammen mit dem Westflügel des Kreuzgangs abgebrochen wurden. Obwohl es eine der interessantesten Bibliotheken war, deren Bestände u. a. auf die Sammlungen von Leonhard von Eck, Rudolf Halder, Dietrich von Plieningen etc. zurückgeht, war sie im 18. Jh. fast völlig unbekannt und vergessen. Nach der Säkularisierung kam der Bibliotheksbestand 1805 nach Stuttgart, wo er heute zu den wertvollsten Teilen der Württembergischen Landesbibliothek gehört. Literaten, Gelehrte und Künstler wurden unter Erasmus Neustetter gefördert, und auf der Comburg standen das schöpferische Schaffen und die Ideen der Gelehrten seiner Zeit deutlich mehr im Fokus als in der Hauptstadt des Fürstbistums. Er pflegte auch Freundschaft mit protestantischen Gelehrten, und Bischof Julius Echter von Mespelbrunn warf ihm mangelnden Einsatz für die Gegenreformation vor. Seine Amtszeit als Propst und Dekan bedeutete eine echte Blütezeit für das Stift Comburg. Neustetter sanierte auch die Finanzen des Ritterstifts, so daß Neuerwerbungen getätigt werden konnten und das Stift bei seinem Tod wirtschaftlich nach langer Zeit wieder glänzend dastand.

Im Bild ist in der Mitte die Alte Dekanei zu sehen, erbaut in der Renaissance, links die barocke Neue Dekanei. An dem kleinen Versatz der Alten Dekanei, wo zwei Gebäudeteile (Neustetters Wohnhaus rechts und Anbau) durch einen Treppengiebel getrennt werden, ist der unten herausgegriffene Wappenstein zu sehen. Hinter der niedrigen Mauer im Vordergrund links befindet sich der tiefliegende Torweg, der unter der rechts im Bild sichtbaren Michaelskapelle hindurchführt. In dem 1996/97 unter Erneuerung von 75-80% der Bausubstanz sanierten Gebäude befinden sich heute das Museumscafé, die Rezeption der Landesakademie sowie ein Plenumsraum (Neustettersaal), ein Computerraum, zwei Verwaltungsräume und ein Gruppenraum mit direktem Zugang zur Michaelskapelle über eine kleine Brücke.

 

Der besagte Eckstein trägt auf der Westseite (im Schatten) das Stiftswappen der Comburg und auf der Südseite (Sonnenseite) das Wappen von Erasmus Neustetter gen. Stürmer (7.11.1523-3.12.1594) mit dem Schachroch. Einen Stein weiter unten befindet sich die Datierung auf das Jahr 1573.

Weitere Spuren von Erasmus von Neustetter finden wir in der Klosterkirche der Comburg in Form eines bereits zu Lebzeiten 1570 in Auftrag gegebenen Kenotaphs mit acht Ahnenwappen, und im Würzburger Dom, wo sich seine bronzene Grabplatte mit einem Vollwappen über den Füßen und den acht Ahnenwappenschilden der von Neustetter, von Giech, Stiebar von Buttenheim, von Wolmershausen, von Truppach, von Streitberg, von Mistelbach etc. und sein Epitaph mit einer Reliefdarstellung der Comburg hinter dem zum Gebet niederknienden Verstorbenen befinden, mit den gleichen acht Ahnenwappen in zwei seitlichen Spalten und einem großen Wappen oben in einem mittigen Aufsatz, Werke des Künstlers Erhard Barg, und ein weiteres Personendenkmal im Diözesanmuseum Bamberg, das ursprünglich aus der Bartholomäuskirche in Hollfeld stammt. Und ein weiterer, von einem abgebrochenen Gebäude der Comburg stammender und auf 1574 datierter Wappenstein mit den Renaissance-Schildkartuschen für das Stift und die Familie nebeneinander befindet sich im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall.

Großcomburg - Johann Adam Truchseß von Höfingen

Johann Adam Truchseß von Höfingen (Höffingen) war 1621-1639 der fünfzehnte Dekan auf der Comburg, dazu war er noch Domdekan zu Eichstätt und Domherr zu Augsburg. Von ihm finden wir ein Wappen an einem steinernen Gewände eines rundbogigen Eingangs, datiert auf 1637. Zwei separate Schilde teilen die Jahresangabe.

Heraldisch rechts ist das gewendete Familienwappen von Johann Adam Truchseß von Höfingen (Höffingen) zu sehen, zwar reichlich vom Zahn der Zeit angenagt, doch der Löwe ist noch erkennbar.

Die aus dem gleichnamigen Ort bei Leonberg stammende und als Truchsesse zunächst im Dienst der Grafen bzw. Herzöge von Württemberg, später auch der Markgrafen von Baden stehende, 1711 ausgestorbene Familie führte in Silber einen golden gekrönten, rot gezungten und rotbewehrten schwarzen Löwen. Die nicht dargestellte Helmzier wäre auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein golden gekrönter, rot gezungter und rotbewehrter schwarzer Löwe wachsend. Das Wappen wird so abgebildet im Scheiblerschen Wappenbuch (Bayerische Staatsbibliothek Cod. icon. 312 c) auf Folio 95, weiterhin wird es beschrieben im Alten Siebmacher von 1605 (dort abweichend mit silberner Mähne) sowie im Neuen Siebmacher Band: WüA Seite: 12 Tafel: 4.

Literatur, Links und Quellen:
Ausstellungskatalog: Die Comburg - Vom Mittelalter bis ins 20. Jh., hrsg. von Elisabeth Schraut, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-3303-6, zugleich Kataloge des Hällisch-Fränkischen Museums Schwäbisch Hall Band 3
Eduard Krüger, Schwäbisch Hall, ein Gang durch Geschichte und Kunst, neu bearb. von Fritz Arens und Gerd Wunder, Eppinger Verlag Schwäbisch Hall 1990, S. 123-153.
Wappen der Comburg:
http://www.schwaebischhall.de/buergerstadt/geschichte/stadtarchiv/familienwappen/wappen-a-c.html und http://www.schwaebischhall.de/fileadmin/user_upload/im...urg_04-0004_Bl_009_VS.jpg
Neustetter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neustetter und http://de.wikipedia.org/wiki/Neustädter_genannt_Stürmer
Neustetter:
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener / Bauer Raspe, Neustadt an der Aisch, 3. Aufl. 1999, Nachdruck 2002, ISBN 3-87947-112-6, S. 77 und Tafel 152
Genealogie der Neustetter gen. Stürmer: Biedermann, Geschlechtsregister der Reichsfrei unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken Löblichen Orts Gebürg http://books.google.de/books?id=49JDAAAAcAAJ
Neustetter: Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4, S. 170-171.
Franz Xaver von Wegele, Erasmus von Neustetter, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 23, Duncker & Humblot, Leipzig 1886, S. 557. online:
http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Neustetter,_Erasmus_von
Claus Bernet, Erasmus Neustetter, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band 21, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3, S. 1047-1054.
Stürmer von Unternesselbach, Exlibris
http://www.bildindex.de/obj35043361.html#|home und http://kulturerbe.niedersachsen.de/viewer/image/isil_DE-23_43361/1/logMD_43361/
Die unterschiedlichen Familien Stürmer: Ernst Heinrich Kneschke, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, S. 102-103
http://books.google.de/books?id=wWPZDGNlQNgC
Die unterschiedlichen Familien Stürmer: Karl Heinrich von Lang, Adelsbuch des Königreichs Baiern: Grundwerk, Band 1, S. 567
http://books.google.de/books?id=GxZBAAAAcAAJ&pg=PA567
Neustetter gen. Stürmer: C. Dichtel, Fränkische Grabsteine in Bad Kissingen, Hollfeld und Schönfeld (Zur Genealogie der Heußlein von Eußenheim, der Neustetter gen. Stürmer und von Wolmershausen); Blätter f. fränk. Familienkunde, Bd. 8, Heft 7, 1964
Die unterschiedlichen Familien Stürmer: Ernst Heinrich Kneschke, Neues allgemeines Deutsches Adelslexicon, Band 6, S. 497-499
http://books.google.de/books?id=-U95WFbX7g0C&pg=PA498
Die unterschiedlichen Familien Stürmer:
http://www.coresno.com/index.php/adelslexikon/3437-lex-stuermer
Neustetter:
http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/pfarreien/dekanate/bayreuth/mariae_himmelfahrt_hollfeld/kirchen/Schoenfeld/Ortschronik.html (mit meinem Text zum Schachroch im Kasten ohne Quellenangabe!)
Siebmachers Wappenbücher wie angegeben
Erasmus Neustetter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus_Neustetter_genannt_Stürmer
Truchseß von Höfingen: Alfred F. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Veröffentlichung des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Aschaffenburg 1983, Tafel 38 Seite 209
Truchseß von Höfingen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Truchseß_von_Höfingen
Adelmannbau:
http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/standort/gebaeude/adelmannbau/
Alte Dekanei:
http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/standort/gebaeude/alte_dekanei/
Gebsattelbau:
http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/standort/gebaeude/gebsattelbau/
Torbau:
http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/standort/gebaeude/torbau/
Wamboldbau:
http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/standort/gebaeude/wamboldbau/
Erasmus Neustetter gen. Stürmer:
http://www.deutsche-biographie.de/xsfz71661.html
Daniel Stiebar von Buttenheim
http://www.ludwig-k-walter.de/docs/nav/pdf/BildungUniversitTheologie.pdf S. 45
Lebenslauf Erasmus Neustetter gen. Stürmer: Germania Sacra, Neue Folge 40, Das Bistum Würzburg 6, Die Benediktinerabtei und das adelige Säkularkanonikerstift St. Burkard in Würzburg, bearb. von Alfred Wendehorst, S. 228-229. Online:
http://books.google.de/books?id=NHg0HVaN5n0C und http://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0005-745C-F bzw. http://rep.adw-goe.de/bitstream/handle/11858......khard.pdf?sequence=1 S. 253-254
Ausstellungskatalog: Die Comburg - Vom Mittelalter bis ins 20. Jh., hrsg. von Elisabeth Schraut, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-3303-6, zugleich Kataloge des Hällisch-Fränkischen Museums Schwäbisch Hall Band 3

Großcomburg (1): die ältesten Wappensteine - Großcomburg (3): die Zeit Guttenbergs - Großcomburg (4): die neue Dekanei - Großcomburg (5): die Greiffenclau-Wappen und die Stiftskirche

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