Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1870
Bischofsstadt Eichstätt

Domherrenhof Welden

Der ehemalige Domherrenhof Welden befindet sich am Leonrodplatz 2 gegenüber dem Collegium Willibaldinum. Das dreiachsige, zweistöckige barocke Gebäude mit einer Fassadengliederung durch vier vertikale Kolossalpilaster und mit mehreren horizontalen Bändern besitzt ein Mansarddach und davor einen Zwerchgiebel, dessen volutenförmig ausgezogene Seitenteile sich auf die Breite der beiden seitlichen Fensterachsen ausdehnen. Das Gebäude wurde um 1720 erbaut und ersetzte einen früheren Domherrenhof. Als Architekt nimmt man Gabriel de Gabrieli an.

 

Nach der großen Zeit des Hochstifts und der Domherren erlebte dieses Gebäude eine zweite Geschichte im Dienste der evangelischen Kirchengemeinde, die den Hof 1847 käuflich erwarb, nachdem sie im selben Jahr eigenständige Gemeinde geworden war. Am 26.11.1848 wurde der erste Gottesdienst im eigenen Gebäude gefeiert, und eine eigene Kirche wurde erst danach in Angriff genommen. Im rechten Bild sieht man im Hintergrund den Turm der zugehörigen ev. Erlöserkirche, ein Backsteinbau aus dem 19. Jh. Von 1848 bis 1887 war der Domherrenhof Welden bis zur Fertigstellung der Erlöserkirche der Betsaal der evangelischen Gemeinde, und danach das Evang.-Luth. Pfarrhaus derselben.

Das Wappen der von Welden auf Laupheim ist gespalten, rechts in Grün ein silberner Balken, links rot (hier so gut wie komplett ausgeblichen). Das hier nicht dargestellte Kleinod wären zu rot-silbernen Decken zwei außen mit Pfauenfedern besteckte Büffelhörner in den Farben und Figuren des Schildes. Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Bay Seite: 63 Tafel: 67, Band: Wü Seite: 14 Tafel: 17, weiterhin im Scheiblerschen Wappenbuch (Bayerische Staatsbibliothek Cod. icon. 312 c) auf Folio 208 und im Alberti S. 1038.

Literatur, Links und Quellen:
Hinweistafel am Gebäude
Siebmachers Wappenbücher wie angegeben
Scheiblersches Wappenbuch (Bayerische Staatsbibliothek Cod. icon. 312 c)
J. Siebmachers Grosses Wappenbuch Band E. Württembergisches Adels- und Wappenbuch. Im Auftrage des Württembergischen Altertumsvereins begonnen von Otto v. Alberti, Bauer & Raspe 1975 (Reprint)
Baudenkmäler in Eichstätt: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Eichst%C3%A4tt
Erlöserkirche:
http://www.eichstaett-evangelisch.de/geschichte%20der%20erl%C3%B6serkirche

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