Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1633
Celle (Niedersachsen)

Das herzogliche Alte Reithaus in Celle

Das 1664 erbaute sog. herzogliche Alte Reithaus in der Westcellertorstraße / Ecke Schloßplatz ersetzte zwei 1663 abgebrochene Vorgängerhäuser. Es wurde als Reithaus in der Vorburg erbaut und um 1700 zum herzoglichen Pferdestall umgebaut. Im Lauf der Zeit wechselten die Pferdebesitzer: Hannover, Frankreich, Preußen. 1757 und 1806-1814 wurde es von französischen Truppen als Pferdestall genutzt, 1774 und 1815-1866 war das Gebäude mit dem charakteristischen großen Torbogen und den Heuböden im breitgelagerten Dach vorübergehend Landgestütsstall. 1833-1842 waren hier die Pferde des 3. Dragonerregiments "Herzog von Cambridge" untergestellt, gefolgt 1846-1851 von 29 Pferden aus dem königlichen Marstall. Nach der Einverleibung des Königreiches durch Preußen standen hier 1866-1870 preußische Garnisonspferde. 1932 wurde das Haus Stadteigentum, und ab 1951 wurden Geschäfts- und Büroräume eingebaut.

Über dem Hausteingeschoß befindet sich über dem Torbogen in einer Nische eine Komposition mit einer schildförmigen Fläche, die innerhalb von grünen Blattranken die Initialen "GW" zeigt, passend zu dem letzten Herzog des neuen Hauses Lüneburg, Georg Wilhelm Herzog v. Braunschweig-Lüneburg-Celle (26.1.1624-28.8.1705). Über diesem unheraldischen Inhalt in Schildform ist jedoch wie bei einem korrekt dargestellten Wappen die ganze Galerie von Helmen zu sehen, die die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg-Celle zu führen berechtigt waren:

Fünf Helme, wobei etliche Kleinode der einzelnen Ansprüche zusammengelegt und verändert wurden:

Literatur, Links und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere Band Landesfürsten
O. Hohnstein. Braunschweigische Geschichte, Braunschweig 1908
Informationstafel am Gebäude

Celler Schloß - Altes Rathaus Celle - Bomann-Museum - Pipenposten

Wappen, Linien und Territorien der Welfen (1): Wappen-Komponenten und ihre Geschichte
Wappen, Linien und Territorien der Welfen (2): Entwicklung der herzoglichen Wappen

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