Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1554
Forchheim (Oberfranken)

Forchheim: ehemaliger Schüttspeicher

Der ehemalige Schüttspeicher steht südlich gegenüber der sog. Kaiserpfalz. Heute ist es eine Nebenstelle des Amtsgerichts Forchheim, erbaut wurde dieses Gebäude jedoch im Jahr 1782 von Lorenz Fink als Speichergebäude für Naturalien, daher der Name. Nach dem Ende der fürstbischöflichen Herrschaft diente das rechteckige, dreistöckige Gebäude mit Walmdach sogar in der Zeit von 1857 bis 1952 als Gefängnis. Bis auf den unter einem geschwungenen Schutzdach angebrachten Wappenstein über dem Eingang und zwei umlaufende Gesimse ist der Bau schmucklos.

Das Wappen ist das des Bamberger Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal (reg. 1779-1795). Er war gleichzeitig Bischof von Würzburg und Bamberg (Personalunion der Hochstifte Würzburg und Bamberg 1757-1795), deshalb gibt es von ihm nur Wappen mit beiden Bistümern gleichzeitig:

Auf der ovalen Schildkartusche ruht ein Fürstenhut, hinter dem Schild sind Schwert und Krummstab schräggekreuzt. Den unteren Kartuschenteil umfassen zwei schräggekreuzte Laubzweige, den oberen Teil umgreifen zwei zu beiden Seiten unter dem Fürstenhut herabhängende Lorbeergirlanden, die zur Seite weg stehen.

Literatur, Links und Quellen:
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Siebmachers Wappenbücher
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
http://www.forchheim.de/content/ehemaliger-schuettspeicher
Hinweistafel am Gebäude
Katharina Sitzmann: Stadt Forchheim (Denkmäler in Bayern, Band IV.53/1). Schnell & Steiner, München, Zürich 1989, ISBN 3-7954-1006-1
Daniel Burger, Forchheim, Großer Kunstführer Band 214, Schnell & Steiner Verlag, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1714-7
Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, von Clemens Brodkorb, Reinhard Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag 2007, ISBN 978-3-7954-1637-9
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.

sog. "Kaiserpfalz" - Lapidarium in der "Kaiserpfalz" - Renaissance-Festung: Saltor-Bastion und St. Veit-Bastion - Barock-Festung: Valentini-Bastion - Barock-Festung: St. Petri-Bastion - Barock-Festung: ehem. Neuwerk-Bastion - Barock-Festung: Nürnberger Tor - Sattlertorstraße 30 - Kloster St. Anton - Am Streckerplatz 1 - Amtsgericht - Rathaus und Magistrat - Salzmagazin

Die Wappen der Fürstbischöfe von Würzburg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
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