Bernhard Peter, Gernot Ramsauer und Alex Hoffmann
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1427
Nürnberg (Mittelfranken)

St. Lorenz in Nürnberg (13)
Wappen-Medaillons im Fenster "Süd XII" (2)

Hier folgt die Fortsetzung der Diskussion der gläsernen Wappenmedaillons im Fenster des südlichen Seitenschiffs im siebten Langhausjoch, von Westen gezählt, mit acht weiteren Photos. Es ist in der Zählung vom Chorscheitel aus das Fenster "Süd XII". In den meisten Fällen ist, wenn die Scheiben datiert sind, das angegebene Datum dasjenige, in dem der betreffende Herr Vorderster Losunger wurde und damit das höchste städtische Amt innehatte. Das ganze Fenster wird so zu einem Spiegel der Vordersten Losunger.

5. Reihe, 4. Rechteckscheibe von links: Auf 1732 datiertes Wappenmedaillon für Johann Christoph von Imhoff I. aus der sog. älteren Hans-Linie, geb. 1659, 1682 Hofmeister der Grafen von Giech, 1690 Schöffe am Nürnberger Gericht, 1697 jüngerer Bürgermeister und im Kleineren Rat, 1705 brandenburgisch-kulmbachischer Kammerjunker, kurmainzischer Hofrat, bambergischer Hofrat, 1706 Rugherr, 1709 Kriegsherr, 1710 älterer Bürgermeister, 1711 Scholarch, 1713 Geheimer Rat der Großherzogin von Florenz, 1718 Septemvir, 1728 dritter Oberster Hauptmann, 1729 Zweiter Losunger, 1732-1736 Vorderster Losunger (auf 1732 ist auch das Medaillon datiert), gest. am 31.8.1736.

Sein Wappen ist das vermehrte Imhoff-Wappen, geviert mit Herzschild: Feld 1 und 4: in Silber drei (2:1) rechtsgekehrte abgeschnittene, rotbewehrte, rotgezungte schwarze Büffelköpfe (Wappen der 1597 ausgestorbenen Imhof von Trebgast in der Bayreuther Gegend, deren Güter 1597 an die Markgrafen heimfielen), Feld 2 und 3: im silbern-rot (lt. Siebmacher umgekehrt) gespaltenen Feld ein Ring in verwechselten Farben (Wappen der ausgestorbenen von Gundelfingen), Herzschild: in Rot ein goldener See-Löwe mit einem über dem Kopf schwingenden Fischschwanz, auf dem linken Vorderbein stehend, das rechte vorwärts streckend (Stammwappen). Über dem Schild eine Krone. Das vermehrte Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Wü Seite: 9 Tafel: 10. Es würde - hier nicht dargestellt, mit zwei Helmen geführt werden, Helm 1 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Decken ein goldener See-Löwe mit einem über dem Kopf schwingenden Fischschwanz, auf dem linken Vorderbein stehend, das rechte vorwärts streckend (Stammkleinod), Helm 2 (links): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken wachsend ein rotbewehrter, rotgezungter schwarzer Büffelkopf (Imhof von Trebgast). Diese Linie wird auch als Imhoff von Mörlach (bzw. von Merlach) geführt, und Kaiser Leopold I. hatte am 31.12.1703 Johann Christophs Vater einen entsprechenden Adelsbrief ausgestellt. Wegen dem Bezug zu Mörlach wurde diese Linie auch die "Oberpfälzer Linie" genannt.

Johann Christoph von Imhoff I. hatte in erster Ehe 1686 Maria Rosina Imhoff (eine sehr weit entfernte Verwandte aus einer anderen Linie, gest. 1696) geheiratet, zu der der optisch linke Beischild paßt (in Rot ein goldener See-Löwe mit einem über dem Kopf schwingenden Fischschwanz, auf dem linken Vorderbein stehend, das rechte vorwärts streckend, ungewendet), und in zweiter Ehe 1697 Ursula Sabina Löffelholz, zu der der optisch rechte Beischild paßt (geviert, Feld 1 und 4: in Rot ein silbernes, schreitendes Schaf (oder Lamm, Stammwappen Löffelholz), Feld 2 und 3: in Silber ein blauer Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen, nach der Figur gelegten, spitzen Hüten mit Aufschlag (Judenhüten, Wappen der ausgestorbenen bayrischen Ritter Judmann von Affecking)).

4. Reihe, 4. Rechteckscheibe von links: Die auf 1718 datierte Scheibe ist schon sehr stark der barocken Darstellungsweise verhaftet. Der Schild zeigt das vermehrte Wappen der Nützel (Nützel von Sündersbühl), das sie ab 1548 führten, es ist geviert und zeigt in Feld 1 und 4 in Silber einen schwarzen Adler, 2 und 3 in Rot ein gestürztes, in Lilienstäbe auslaufendes silbernes Dreieck, das Stammwappen. Das ursprüngliche Wappen kam also jetzt in den nachgeordneten Feldern zu liegen, obwohl es eigentlich in den Plätzen 1 und 4 zu liegen kommen müßte.

Zwei Beischilde sind unten zu sehen, in den Rand der Scheibe hineinragend, heraldisch rechts das vermehrte Wappen der Haller von Hallerstein, geviert, Feld 1 und 4: in Rot ein schwarz gefüllter, schräger, linker, silberner Sturzsparren (Stammwappen), 2 und 3: geteilt, oben in Rot eine gestürzte, eingebogene, goldene Spitze, unten in Silber ein schreitender, schwarzer Löwe. Der zweite Beischild zeigt das vermehrte Wappen der Löffelholz wie oben beschrieben.

Diese Kombination paßt zu Wolf Jakob Nützel, geb. 1660, 1688 jüngerer Bürgermeister, 1694 Rugherr, 1696 Landpfleger, 1704 älterer Bürgermeister, Kirchenpfleger von St. Leonhard, 1708 Septemvir, 1712 Zweiter Losunger, 1718 Reichsschultheiß, 1718-1724 Vorderster Losunger (auf 1718 ist auch das Medaillon datiert), gest. am 1.2.1725. Er war in erster Ehe 1685 mit Anna Maria Haller (1660-1688) vermählt, eine Ehe, die ihm den von ihr ererbten Herrensitz zu Altenfurt einbrachte, aber nicht lange währte, denn die Frau starb im Kindbett, und in zweiter Ehe 1691 mit Katharina Eleonora Löffelholz (1667-1748), die ihm 1737 als Erbin den Herrensitz Steinach einbrachte, als die Burkhard-Linie der Löffelholz erlosch. Wolf Jakob Nützel hatte mehrere Töchter, aber keinen Sohn.

3. Reihe, 6. Scheibe von links: Das auf 1579 datierte Allianzwappen zeigt zwei unter der gemeinsam genutzten Helmzier des Ehemannes zusammengestellte Schilde, heraldisch rechts den Schild der Kreß (Kreß von Kressenstein), in Rot ein schrägrechts gestelltes silbernes Schwert, hier aus Courtoisie gewendet. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken wachsend ein Mannesrumpf in rotem Gewand, auf dem Haupte eine silbern gestulpte Mütze, balkenweise im Mund ein silbernes Schwert tragend. Der Schild der Ehefrau zeigt das Wappenbild der Freydel (Freidel, Freudel, Freydl), in schwarz-golden gespaltenem Schild drei Balken in verwechselten Farben (abweichend von Schöler S. 46, Tafel 17, dort gespalten und drei Schräglinksbalken, im Siebmacher Band: BayA2 Seite: 40 Tafel: 25 horizontal, im Siebmacher Band: BayA1 Seite: 70 Tafel: 69 wiederum schräglinks). Die hier nicht abgebildete Helmzier wäre zu schwarz-goldenen Decken ein Flug mit beiderseits je 14 abwechselnd schwarzen und goldenen Straußenfedern in zwei Reihen. Die gleiche Kombination von Schilden findet sich übrigens wieder in der Wehrkirche zu Kraftshof auf der bronzenen Grabplatte im Kircheninneren am Boden und ebenfalls am dem herrlichen Rotmarmor-Epitaph links vom Chor, dort aber beides Mal mit Schrägrechtsverlauf - anscheinend hat diese Familie alle drei Varianten belegt.

Die Umschrift nennt die betreffenden Personen, es handelt sich um Hieronymus Kreß ("Jeronimus Khreß"), geb. 1546, gest. am 18.7.1596, der 1577 Rosina Freydel geheiratet hatte ("Rosyna Ein Geborne Freydlin"). Bezüglich Hieronymus Kreß wird uns weniger über fleißige Stadtväter und Politiker berichtet, vielmehr bestimmt Gewalt und Krieg sein Leben. 1569 haute er aus Nürnberg ab, weil er sich nicht wegen eines Totschlages verantworten wollte, und er trat als Söldner in spanische Kriegsdienste ein, und er nahm 1571 an der berühmten Seeschlacht von Lepanto in der Meerenge von Nafpaktos teil, wo die christlichen Mittelmeermächte unter Spaniens Führung die osmanische Flotte besiegten. Nach längerer Abwesenheit gelang es, die Wege für seine Rückkehr zu ebnen, und er konnte heiraten und zum Begründer der jüngeren Linie der Kreß werden, und sogar Karriere im Rat machen, 1579 (Datum der Scheibe!) jüngerer Bürgermeister wurde, wo er als Kriegsherr und Zeugherr für die Verteidigung zuständig war, ja 1592 im Türkenkrieg selber noch einmal als Kriegskommissär des fränkischen Kreises militärisch aktiv wurde. Ihn ereilte der Tod kurz nach seinem 50. Geburtstag in Preßburg, als er zu einem weiteren Einsatz in Ungarn ausrücken wollte.

3. Reihe, 5. Scheibe von links: Auf 1696 datiertes und unter einer Krone vereinigtes Allianzwappen, heraldisch rechts der vermehrte Schild der Paumgartner von Holnstein und Grünsberg, geviert, Feld 1 und 4: von Silber und Schwarz geteilt, oben ein rot bewehrter grüner Sittich mit rotem Halsband, unten eine silberne Lilie (Stammwappen), Feld 2 und 3: golden-blau schräglinksgeteilt mit einem Löwen in verwechselten Farben. Zu diesem vermehrten Wappen würden zwei (hier nicht dargestellte) gekrönte Helme gehören: Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken eine silberne Lilie, auf der der Sittich sitzt. Helm 2 (links): auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein wachsender goldener Löwe zwischen zwei außen mit Pfauenfedern besteckten blauen Büffelhörnern (Siebmacher Band: OÖ Seite: 234 Tafel: 66 und Band: BayA1 Seite: 51 Tafel: 52). Heraldisch links zeigt der Beischild das vermehrte Wappen der Haller von Hallerstein, geviert, Feld 1 und 4: in Rot ein schwarz gefüllter, schräger, linker, silberner Sturzsparren (Stammwappen), 2 und 3: geteilt, oben in Rot eine gestürzte, eingebogene, goldene Spitze, unten in Silber ein schreitender, schwarzer Löwe.

Diese Kombination paßt zu Johann Paul II. Paumgartner, geb. 1630, 1658 Schöffe am Bauerngericht, 1661 im Kleineren Rat, 1664 jüngerer Bürgermeister, 1670 Rugherr, 1676 Landpfleger, 1679 älterer Bürgermeister, 1690 dritter Oberster Hauptmann, 1694 Zweiter Losunger, 1696-1706 Vorderster Losunger (auf 1696 ist auch das Medaillon datiert), gest. am 29.11.1706, der sich 1655 mit Maria Magdalena Haller (1637-1723) verheiratet hatte, die ihm als Tochter des Hans Sigmund II. Haller und dessen späterer alleiniger Erbin bereits als Mitgift Besitz und Schloß Grünsberg einbrachte.

1. Reihe, 5. Scheibe von links: Das auf 1654 datierte Allianzwappen besteht heraldisch rechts aus dem Schild Pömer (schrägrechts geteilt, oben von Rot und Silber dreimal schräggeteilt, unten schwarz, hier gewendet) und zeigt heraldisch links für die Ehefrau in Silber einen blauen Greifen (Bayer, im Schöler unter Pair/Pairn geführt, Tafel 106).

Das Wappen gehört zu Georg Abraham I. Pömer, geb. 1584, 1608 als Alter Genannter im Kleineren Rat, Kriegsherr, 1622 älterer Bürgermeister, 1630 Septemvir, 1639 Ratsbaumeister, 1642 dritter Oberster Hauptmann, 1653 Zweiter Losunger, 1654-1655 Vorderster Losunger und Reichsschultheiß (auf 1654 ist auch das Medaillon datiert), gest. am 23.6.1655. Er hatte am 7.7.1607 die Nürnberger Kaufmannstochter Helena Bayer (gest. 1651) geheiratet und mit ihr 16 Kinder, wovon die Eltern den Tod von 15 erleben mußten, die meisten sind als Kinder verstorben, eine 18jährige Tochter im Kindbett, vier Sohne in Kriegen und einer an Tbc. Ein einziger Sohn überlebte die Eltern, Georg Jakob.

5. Reihe, 1. Rechteckscheibe von links: Auf 1725 datiertes Wappen der Fürer von Haimendorf. Der Schild ist geviert mit Herzschild. Feld 1 und 4: in Gold ein schwarzer, gekrönter Adler, Feld 2 und 3: unter silbernem Wolkenschildhaupt (hier nur ganz schwach zu erkennen) in schwarz-golden geteiltem Feld ein gekrönter Löwe in verwechselten Farben, alle Tiere einwärtsgerichtet, Herzschild gespalten, rechts in Silber ein halbes rotes Rad am Spalt, links in Rot eine halbe silberne Lilie am Spalt (normalerweise genau andersherum). Die ältere Linie der Fürer vermehrte das Wappen (kaiserliche Wappenbestätigung 30.12.1599 durch Rudolf II., Wappenbesserung durch Kaiser Leopold I. 9.3.1688). Das vermehrte Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Bö Seite: 223 Tafel: 97 und Band: Bay Seite: 78 Tafel: 88. Zu diesem Wappen gehören zwei gekrönte Helme: Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender, golden gekrönter, schwarzer Adlerkopf und -hals zwischen einem offenen Flug, beiderseits mit dem Bild des Herzschildes belegt, die Seite mit der halben Lilie jeweils innen und die mit dem halben Rad außen. Helm 2 (links): auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender, gekrönter, golden-schwarz geteilter Löwe zwischen einem golden-schwarz oder schwarz-golden übereck geteilten Paar Büffelhörner mit Pfauenfedern in den Mündungen. So wird das Wappen von der älteren, katholischen Linie in Böhmen geführt.

Das Wappen wird von zwei Beischilden begleitet, heraldisch rechts Behaim, geviert, Feld 1 und 4: in silbern-rot gespaltenem Feld ein schwarzer Wellenschrägbalken (Stammwappen), Feld 2 und 3: in silbern-rot gespaltenem Feld ein schwarzer, oben gezinnter Balken, heraldisch links Pömer, schrägrechts geteilt, oben von Rot und Silber dreimal schräggeteilt, unten schwarz.

Diese Konstellation paßt zu Christoph VII. Fürer, geb. 1663, 1690 Alter Genannter, 1693 jüngerer Bürgermeister, 1705 älterer Bürgermeister, 1709 Septemvir, 1712 dritter Oberster Hauptmann, 1718 Zweiter Losunger, 1725-1732 Vorderster Losunger, Reichsschultheiß und Pfleger der Reichsveste (auf 1725 ist auch das Medaillon datiert), gest. am 3.5.1732. Er hatte 1687 in erster Ehe die erst 17jährige Susanna Maria Behaim (1670-1701), Vollwaise, geheiratet und, nach dem Tod der ersten Frau nach einer Totgeburt, 1710 in zweiter Ehe Maria Barbara Pömer (gest. 1724). Christoph VII. Fürer war der Sohn von Christoph VI. Fürer (1634-1690), das war derjenige, der 1688 die Wappenvermehrung bekam.

4. Reihe, 1. Rechteckscheibe von links: Auf 1706 datiertes Allianzwappen, heraldisch rechts Geuder von Heroldsberg, in Blau ein gestürztes silbernes Dreieck, an jeder Spitze mit einem silbernen Stern besteckt, heraldisch links das Wappen Koler, in Rot ein silberner Ring.

Zu dieser Kombination paßt Johann Adam Georg Christoph Geuder, geb. 1641, erst in Militärdiensten, konvertierte zum lutherischen Glauben, wurde 1662 Nürnberger Bürger, Pfleger des Amtes Engelthal, 1668 Genannter im Größeren Rat, 1671 Alter Genannter im Kleineren Rat, 1678 jüngerer Bürgermeister, 1696 dritter Oberster Hauptmann, 1697 Zweiter Losunger, 1706-1718 Vorderster Losunger (Datum der Scheibe!), gest. am 5.10.1718. Er war vermählt mit Regina Koler (gest. am 9.8.1717), die Ehe wurde 1668 geschlossen und sie hatten 12 Kinder, von denen nur 6 die Kindheit überlebten.

3. Reihe, 2. Scheibe von links: Ein undatiertes (gemäß der Logik des Fensters wäre die Jahreszahl 1694 zu erwarten) und unter einer Krone zusammengestelltes Allianzwappen, rechts das vermehrte Wappen der Rieter von Kornburg und Kalbensteinberg: Geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in von Schwarz und Gold geteiltem Feld eine rotgewandete und golden gekrönte zweischwänzige silberne Meerjungfrau (Sirene, Stammwappen), Feld 2 und 3: von Gold und Rot gespalten, mit einer Lilie in verwechselten Farben (v. Kornburg), dazu ein silberner Herzschild mit blauem Kalbskopf (Kalbensteinberg).

Der zweite Schild auf der heraldisch linken Seite zeigt das Wappen der Löffelholz, geviert, Feld 1 und 4: in Rot ein silbernes, schreitendes Schaf (oder Lamm, Stammwappen Löffelholz), Feld 2 und 3: in Silber ein blauer Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen, nach der Figur gelegten, spitzen Hüten mit Aufschlag (Judenhüten, Wappen der ausgestorbenen bayrischen Judmann von Affecking).

Zu dieser Kombination paßt Paul Albrecht II. Rieter von Kornburg und Kalbensteinberg, geb. am 19.3.1635, einziger in Nürnberg verbliebener Sproß der Familie, 1657 Genannter des Größeren Rates, 1658 Beisitzer am Stadtgericht, 1659 jüngerer Bürgermeister, 1671 Kriegsherr, 1676 älterer Bürgermeister, 1681 Septemvir, 1687 dritter Oberster Hauptmann, 1689 Zweiter Losunger, 1694/95 Vorderster Losunger, zog sich 1696 in einer hohe Wogen bis nach Wien schlagenden Meinungsverschiedenheit von seinen Ämtern zurück und gab sein Nürnberger Bürgerrecht auf, wurde am 21.7.1696 in den Freiherrenstand erhoben, starb am 1.9.1704. Er hatte am 15.4.1656 Anna Katharina Löffelholz (1634-1700) geheiratet. Ihrer beider Sohn war Christoph Albrecht Rieter von Kornburg und Kalbensteinberg (1664-1706), auch er gab 1696 in Solidarität mit seinem Vater das Nürnberger Bürgerrecht auf und wurde Sächsisch-Coburgischer Rat.

Literatur, Links und Quellen:
St. Lorenz, Nürnberg: http://www.lorenzkirche.citykirche-magazin.de/
Kunst in St. Lorenz:
http://www.lorenzkirche.citykirche-magazin.de/index.php.....=147
St. Lorenz, Nürnberg:
http://www.nuernberginfos.de/kirchen-nuernberg/lorenzkirche-nuernberg.html
Veröffentlichung der Bilder aus dem Innenraum von St. Lorenz in Nürnberg mit freundlicher Genehmigung von Herrn Marco Popp, Lorenzer Archiv,
wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere der Band Bayern
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener / Bauer Raspe, Neustadt an der Aisch, 3. Aufl. 1999, Nachdruck 2002, ISBN 3-87947-112-6

Peter Fleischmann, Rat und Patriziat in Nürnberg. Nürnberger Forschungen, Einzelarbeiten zur Nürnberger Geschichte, herausgegeben vom Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg. Bände 31/1, 31/2, 21/3 (Stammbäume) und 31/4. VDS Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch. ISBN 978-3-87191-333-4.

St. Lorenz: Schmidtmayer-Fenster - St. Lorenz: Löffelholz-Fenster - St. Lorenz: Haller-Fenster - St. Lorenz: Rieter-Fenster - St. Lorenz: Knorr-Fenster - St. Lorenz: Fenster mit Patrizierwappen auf der Südseite, 1. Teil - St. Lorenz: Fenster mit Patrizierwappen auf der Südseite, 2. Teil - St. Lorenz: Fenster mit Patrizierwappen auf der Südseite, 3. Teil - St. Lorenz: Fenster mit Schnöd-Wappen - St. Lorenz: Fenster mit Muffel-Wappen - St. Lorenz: Kaiser-Fenster - St. Lorenz: Wappenmedaillons im Fenster "Süd XII" (1) - St. Lorenz: Wappenmedaillons im Fenster "Süd XII" (2) - St. Lorenz: Wappenmedaillon im Fenster "Süd X" - St. Lorenz: Wappenmedaillon im Fenster "Nord XI" - St. Lorenz: Wappenmedaillon im Fenster "Nord VI" - St. Lorenz: Wappendarstellungen im Fenster "Süd XI" - St. Lorenz: Wappendarstellungen im Fenster "Nord XIII" - St. Lorenz: Wappendarstellungen im Fenster "Nord XVI" - St. Lorenz: Totenschilde

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