Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 841
Kronach (Oberfranken): Bamberger Bischofsfestung

Kronach: Festung Rosenberg
Teil (4): Nordostturm

Zum innersten Bering gehört der Nordostturm. Er gehörte schon zur Bauphase des 14. Jh., also zur ältesten Burganlage, wurde aber immer wieder ausgebaut, zuletzt im 16. Jh. Entsprechend haben drei Fürstbischöfe ihre heraldischen Spuren am Turm hinterlassen, nämlich Georg I. von Schaumberg (1459-1475, Wappenabbildung siehe auf der ersten Seite), Weigand von Redwitz (1522-1556, Wappen von 1553) und Veit II. von Würtzburg (1561-1577, Wappen von 1568 mit dem Meisterzeichen von Daniel Engelhardt). Nicht nur von der baulichen Gestalt, sondern auch hinsichtlich des heraldischen Schmucks ähnelt er dem Schmiedsturm. Der rechteckige Anbau hinter dem Turm im Vordergrund der nachfolgenden Abbildung enthält den sog. Fürstenbrunnen. Hier wurde das Wasser für die direkt nebenan befindliche fürstbischöfliche Küche geschöpft. Bis ins 18. Jh. war in den oberen Stockwerken ein Artillerielabor eingerichtet.

Abb.: Blick auf den Nordostturm von Osten. Links schließt der Fürstenbau an, rechts der Nordflügel. Rechts im Hintergrund Schmiedsturm und Neues Zeughaus.

Links Abb.: Nordostturm, die drei Wappensteine in Zusammenhang, von oben nach unten Würtzburg, Redwitz, Schaumberg. Rechte Abb.: Das Wappen des Weigand von Redwitz (1522-1556), datiert auf 1553 (Wappen Nr. 15). Sein Wappen ist geviert:

Dazu gehören folgende zwei Helmkleinode:

Doch der prächtigste Wappenstein am Nordostturm ist der des Fürstbischofs Veit II. von Würtzburg (1561-1577). Sein Wappen ist auf 1568 datiert und ist mit dem Meisterzeichen von Daniel Engelhardt versehen. Die Abkürzung "V.V.G.G.B.Z.B" bedeutet Veit, von Gottes Gnaden Bischof zu Bamberg.

Das Wappen des Fürstbischofs Veit II. von Würtzburg ist geviert:

Dazu gehören zwei Helmkleinode:

Außenherum ist das zentrale Vollwappen von vier Wappenschilden der Ahnenprobe umgeben:

Literatur, Links und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere die Bände Bayern und Bistümer
Festung Rosenberg:
http://www.festung-kronach.de/
Bernd Wollner, Die Festung Rosenberg, ein Führer und Begleiter durch Kronachs berühmte Wehranlage, Hrsg.: Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach, Kronach 2002, ISBN 3-00-009879-8
Vor Ort aufgestellte Informationstafeln
750 Jahre Festung Rosenberg. Kunst, Kultur und Geschichte in und um Kronachs Wahrzeichen. Hrsg.: Verein "1000 Jahre Kronach". Kronach 1999.
Faltblatt der Tourist-Information Kronach "Rundgang durch die Festungsanlagen"
Tillmann Breuer: Festung Rosenberg über Kronach. München 1990.
Hans Kremer, Festung Rosenberg, Kronach 1974.
Hans Kremer, Helmut Wenig: Wappensteine - Steininschriften in Kronach und auf der Festung Rosenberg, Kronach 1976
Heinz Müller: Die Festung Rosenberg in Kronach. Kurze Einführung in Geschichte und Rundgang. Kronach 1985.

Kronach (Oberfranken): Festung Rosenberg, bis zu G. v. Schaumberg - Ausbau unter P. v. Henneberg - Ausbau unter W. v. Redwitz - Nordostturm - Schmiedsturm - Dicker Turm - Fürstenbau und Spitaltor- Ausbau unter V. v. Würtzburg - Zeughäuser - Südflügel - Zeughaustorbau - Festungstor - Bastion St. Valentin - Bastion St. Kunigunde - Bastion St. Heinrich - Bastion St. Philipp - innere Mauer der Bastion - Bastion St. Lothar - innere Mauer Südkurtine - Artilleriekaserne - Vorwerke

Die Wappen der Fürstbischöfe von Bamberg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
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