Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 82
Würzburg - ein heraldischer Leckerbissen

Würzburg, Priesterseminar

Über dem Eingang das Wappen des Fürstbischofs von Greiffenklau-Vollraths: Geviert. Feld 1: "Fränkischer Rechen" = von Rot und Silber mit drei aufsteigenden Spitzen geteilt, Herzogtum zu Franken. Von 1168 bis 1802 trugen die Fürstbischöfe von Würzburg zugleich den Titel des Herzogs von Franken. Feld 2 und 3: von Greiffenklau-Vollraths, jeweils geviert, 1 und 4: Silbern-blau geteilt, darüber ein goldenes Glevenrad, 2 und 3: In Schwarz ein silberner Schräglinksbalken). Feld 4: "Rennfähnlein" = in Blau eine rot-silbern gevierte, an den beiden senkrechten Seiten je zweimal eingekerbte, schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft, Hochstift Würzburg. Fürstenhut, Schwert und Krummstab jeweils als Symbole weltlicher und geistlicher Gerichtsbarkeit.

1564-1773 war hier das Jesuitenkolleg untergebracht. Im Jahre 1716 wurde das Gebäude in der Form, wie es sich uns heute präsentiert, von Joseph Greising erbaut.

Zur Übersicht ein Ausschnitt aus der Liste der Würzburger Fürstbischöfe:

Julius Echter von Mespelbrunn 1573-1617
Johann Gottfried von Aschhausen 1617-1622
Philipp Adolf von Ehrenberg 1623-1631
Franz von Hatzfeld 1631-1642
Johann Philipp von Schönborn (desgl. Erzbischof von Mainz) 1642-1673
Johann Hartmann von Rosenbach1673-1675
Peter Philipp von Dernbach (desgl. Bischof von Bamberg) 1675-1683
Konrad Wilhelm von Wernau 1683-1684
Johann Gottfried von Guttenberg 1684-1698
Johann Philipp von Greiffenklau-Vollraths 1699-1719
Johann Philipp Franz von Schönborn 1719-1724
Christoph Franz von Hutten 1724-1729
Friedrich Carl von Schönborn (desgl. Bischof von Bamberg) 1729-1746
Anselm Franz von Ingelheim 1746-1749
Karl Philipp von Greiffenklau-Vollraths 1749-1754
Adam Friedrich von Seinsheim (dsgl. Bischof von Bamberg) 1755-1779

Literatur
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.

Würzburg: Stift Haug - Hof Neulobdenburg - Hof z. Hl. Gallus - Haus Conti - alte Mainbrücke - Hof Erhard von Liechtenstein - Juliusspital - Festungstore 1 - Festungstore 2 - Festung Marienburg: Scherenberg - Festung Marienburg: Bibra, Wirsberg - Festung Marienburg: Echter von Mespelbrunn 1 - Festung Marienburg: Echter von Mespelbrunn 2 - Alte Universität - Hofgarten - Neumünster - Residenz - Palais 1 - Palais 2 - Neubaukirche - Bürgerspital - Stadtbefestigung - St. Peter - Priesterseminar - Grafeneckart

Die Wappen der Fürstbischöfe von Würzburg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein

Oestrich-Winkel (Rheingau): Schloß Vollrads, Wohnturm - Schloß Vollrads, Herrenhaus - Schloß Vollrads, Nebengebäude

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