Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 733
Barockstadt Fulda

Fulda: Stadtschloß, Arkaden des zentralen Hofes

Der zentrale, längliche Hof des Stadtschlosses wird von zwei ungleichen Baugruppen umstanden. Nach Südwesten hin wird er dreiseitig eingerahmt vom eigentlichen Kernschloß, dreigeschossig. Durch den Mittelbau, also die südwestliche Schmalseite, führt die Tordurchfahrt zum Ehrenhof. Die seitlichen Flügel haben einen Mittelteil von 5 Fensterachsen, der durch eine Arkadenzone im Erdgeschoß betont ist. Daran grenzen nach außen Teile mit je 4 Fensterachsen ohne Arkaden, wodurch der Seitenflügel hofseitig auf 13 Fensterachsen kommt.

Schlußstein des Mittelbaus über der Durchfahrt zum Ehrenhof, datiert auf 1713, mit dem Wappen von Adalbert I. von Schleifras.

Das Wappen des Fuldaer Fürstabtes Adalbert I. von Schleifras (1700–1714) ist geviert und wie folgt tingiert:

Hinter dem Schild befinden sich Schwert (heraldisch links) und Abts-Pedum (heraldisch rechts), jeweils von einem Schwung der Helmdecke umfaßt. Die Kartusche wird oben von einem pausbäckigen Gesicht überhöht, darüber eine Krone.

Schlußstein des parkseitigen Seitenflügels über der mittleren der 5 Arkaden, datiert auf 1713, mit dem Wappen von Adalbert I. von Schleifras.

In diesem Bild wird der Bruch deutlich, der durch den Hof geht. Die nordwestliche Bebauung des Zentralhofes ist um ein Stockwerk niedriger und auch von geringerer Tiefe, wodurch hier die Gebäudeflucht zurückspringt und eine Ecke im Hofgrundriß erscheint.

Schlußstein über einer hofseitigen Portaldurchfahrt im parkseitigen Trakt, undatiert, mit dem Wappen von Adalbert I. von Schleifras.

Position der beschriebenen Wappen am Stadtschloß Fulda

Übersicht: Die Äbte und Fürstäbte von Fulda
Philipp Georg Schenk zu Schweinsberg (1567–1568), Fürstabt
Wilhelm Hartmann von Klauer zu Wohra (1568–1570), Fürstabt
Balthasar von Dernbach (genannt Grauel) (1570–1576 und 1602–1606), Fürstabt
Johann Friedrich von Schwalbach (1606–1622), Fürstabt
Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (1623–1632), Fürstabt
Johann Adolf von Hoheneck (1633–1635), Fürstabt
Hermann Georg von Neuhof (genannt Ley) (1635–1644), Fürstabt
Joachim Graf von Gravenegg (1644–1671), Fürstabt
Kardinal Bernhard Gustav Markgraf von Baden-Durlach (1671–1677), Fürstabt
Placidus von Droste (1678–1700), Fürstabt
Adalbert I. von Schleifras (1700–1714), Fürstabt
Konstantin von Buttlar (1714–1726), Fürstabt
Adolf von Dalberg (1726–1737), Fürstabt
Amand von Buseck, (1737–1756), Fürstabt 1737-1752, Fürstbischof ab 1752, am 5.10.1752 wurde die Fürstabtei durch Papst Benedikt XIV. in den Rang eines Bistums erhoben.
Adalbert II. von Walderdorff (1757–1759), Fürstbischof 
Heinrich VIII. von Bibra, (1759–1788), Fürstbischof 
Adalbert III. von Harstall, (1789–1814), Fürstbischof bis 1802, danach Bischof. Im Jahre 1803 wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluß das geistliche Fürstentum mit seinen Klöstern aufgelöst.

Literatur:
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere Band Bistümer.
Kulturamt der Stadt Fulda: http://www.museum-fulda.de
http://www.tourismus-fulda.de/, www.fulda.de, http://www.tourismus-fulda.de/sehenswertes/sehenswuerdigkeiten/index.php
Michael Imhof, Fulda - Ein Führer durch die Barockstadt, Michael Imhof Verlag, 3. Auflage 2006, ISBN 3-935590-03-2 und 978-3-935590-03-7

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