Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 728
Barockstadt Fulda

Fulda: Hauptwache

Die Hauptwache schräg gegenüber des Ehrenhofes des Stadtschlosses ist ein Wachgebäude seitlich des einst hier befindlichen Paulustores, das später am jetzigen Ort abseits wiederaufgebaut wurde. Die Hauptwache wurde zwischen 1757 und 1759 von Andreas Gallasini (1691-1766) für Fürstbischof Albert von Walderdorff errichtet, wobei sich die letztendliche Vollendung bis 1785 unter dem Architekten Karl Philipp Arnd hinauszögerte. Sie ist nach dem Vorbild der Frankfurter Hauptwache gestaltet. Nach hinten ist sie geschlossen, nach vorne besitzt sie eine offene Arkade mit einer durch ein Monumentalwappen und einen kleinen Dreiecksgiebel betonten Mittelachse und rechts und links davon je drei weiteren Bögen.

Das Wappen des Fürstbischofs Adalbert II. von Walderdorff (1757–1759) im dem Schloß zugewandten Giebel ist wie folgt aufgebaut:

Hinter dem Schild schräggekreuzt Krummstab (links) und Schwert (rechts), in der Mitte über dem Schild der hermelinverbrämte, rote Fürstenhut über einem pausbäckigen Puttengesicht, als Schildhalter zwei rot-silbern geteilte und doppelschwänzige Löwen, jeweils golden gekrönt und widersehend.

Position des beschriebenen Wappen an der Wache

Übersicht: Die Äbte und Fürstäbte von Fulda
Philipp Georg Schenk zu Schweinsberg (1567–1568), Fürstabt
Wilhelm Hartmann von Klauer zu Wohra (1568–1570), Fürstabt
Balthasar von Dernbach (genannt Grauel) (1570–1576 und 1602–1606), Fürstabt
Johann Friedrich von Schwalbach (1606–1622), Fürstabt
Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (1623–1632), Fürstabt
Johann Adolf von Hoheneck (1633–1635), Fürstabt
Hermann Georg von Neuhof (genannt Ley) (1635–1644), Fürstabt
Joachim Graf von Gravenegg (1644–1671), Fürstabt
Kardinal Bernhard Gustav Markgraf von Baden-Durlach (1671–1677), Fürstabt
Placidus von Droste (1678–1700), Fürstabt
Adalbert I. von Schleifras (1700–1714), Fürstabt
Konstantin von Buttlar (1714–1726), Fürstabt
Adolf von Dalberg (1726–1737), Fürstabt
Amand von Buseck, (1737–1756), Fürstabt 1737-1752, Fürstbischof ab 1752, am 5.10.1752 wurde die Fürstabtei durch Papst Benedikt XIV. in den Rang eines Bistums erhoben.
Adalbert II. von Walderdorff (1757–1759), Fürstbischof 
Heinrich VIII. von Bibra, (1759–1788), Fürstbischof 
Adalbert III. von Harstall, (1789–1814), Fürstbischof bis 1802, danach Bischof. Im Jahre 1803 wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluß das geistliche Fürstentum mit seinen Klöstern aufgelöst.

Literatur:
Siebmachers Wappenbücher, insbesondere Band Bistümer.
Kulturamt der Stadt Fulda: http://www.museum-fulda.de
http://www.tourismus-fulda.de/, www.fulda.de, http://www.tourismus-fulda.de/sehenswertes/sehenswuerdigkeiten/index.php
Michael Imhof, Fulda - Ein Führer durch die Barockstadt, Michael Imhof Verlag, 3. Auflage 2006, ISBN 3-935590-03-2 und 978-3-935590-03-7

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Die Wappen der Herren, Freiherren und Grafen von Walderdorff

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