Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 450
Rannungen in Franken

Das Pfarrhaus von Rannungen

Die Geschichte von Rannungen im Landkreis Kissingen spiegelt die Lage im Spannungsfeld zwischen Lokaladel und dem immer mächtiger werdenden Fürstbistum Würzburg wider. Alte Adelsgeschlechter mit Besitz in Rannungen waren die Herren von Rannungen, mit eigener Burg und ab dem 12. Jh. belegt, die Herren von Herbilstadt, sowie danach die Freiherren von Münster bis ins 16. Jahrhundert. Unter der Herrschaft des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn streckte das Fürstbistum seine einnehmende Hand nach Rannungen aus, und zu dieser Zeit war Rannungen schon ein geteilter Besitz; die Gemeinde Rannungen war gespalten in die „Würzburger Nachbarn“ und die „Edelmännischen“, was nicht immer ganz mit Einigkeit und Friede einherging. Diese Spaltung wurde erst im frühen 19. Jh. nach der Auflösung des Fürstbistums durch Zusammenlegung beider Ortsteile per Gesetz überwunden. An diese Zeit unter Julius Echter von Mespelbrunn erinnert das alte Pfarrhaus mit seinem Wappen.

Das Wappen von Julius Echter von Mespelbrunn (reg. 1573-1617), datiert von 1614, ist geviert:

Literatur:
http://www.rhoen-saale.net/lis/app2/rannungen/main/
http://www.ilo.de/~ilo01240/familie/historisches.html
Alfred Memmel: Zwölf Jahrhunderte Rannunger Geschichte (772-1972), Münsterschwarzach 1972, sowie 800 Jahre Pfarrei Rannungen, Bad Kissingen 1988.
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
http://www.rhoen-saale.net/lis/App2/Rannungen/main/einrichtungen/kirchen/detail.cfm?oid=5A23B588-EF35-40AE-8115563268589312

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