Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 395
Aschaffenburg (Regierungsbezirk Unterfranken)

Stift St. Peter und Alexander, Umgang: Michael von Weber

Der äußere Umgang vor der Westfassade der Stiftskirche St. Peter und Alexander enthält weiterhin das Epitaph für den aus Höchst stammenden und am 5.3.1679 in Aschaffenburg verstorbenen Kleriker Michael (von) Weber aus rotem Sandstein. Michael Weber trat nach seinem Studium der Philosophie und Rechtswissenschaft in Mainz, die er als am 16.4.1651 als Magister liberalium artium et philosophiae abschloß, Kanoniker ins Aschaffenburger Stift ein und wurde 1658 Stiftskapitular. Am 28.3.1665 übernahm er das Amt des Stiftskantors. Neben dieser hatte er noch andere Pfründen, denn er war auch am Heiligkreuzstift in Mainz Kanoniker, und er war Pfarrer von Kleinwallstadt und Elsenfeld. Die aufgrund der geringen Erhaltung schlecht leserliche Inschrift im Sockelbereich des dreigeteilten Epitaphs lautet: "Anno 1679 5 Martii obiit admodum reverendus et eximinus Dominus Michael Weberus almae huius Ecclesiae Canonicus Capitularis Cantor et Pastor in Elsenfeld et Minori Wallstadt aetatis suae 48 cui(us) Anima Deo Requiescat." Das Zentralfeld folgt einem bereits mehrfach gesehenen Grundtyp mit dem Verstorbenen betend vor einem Schrägpult mit aufwendig gestalteter Seitenwange und einem auf dem Pult liegenden, aufgeschlagenen Buch, im Hintergrund ein Kruzifix vor Wolken. Ein gespannter und rechts oben geraffter Vorhang bildet den Hintergrund der knienden Figur. Zwischen Pult und Figur liegt am Boden ein Totenschädel als Vergänglichkeitssymbol.

 

Oben in der Mitte des Aufsatzes ist das Wappen (von) Weber zu sehen; es ist geteilt, oben in Gold zwei schwarze Schrägbalken (Schrägrechtsbalken), unten in Rot ein unterhalbes silbernes Wagenrad mit drei Speichen, auf dem gekrönten Helm mit rechts schwarz-goldenen und links rot-silbernen Decken eine rote Kugel (gemäß Lit. eine rote, oben mit einer roten Kugel besteckte Spitze) zwischen einem goldenen, sparrenweise je mit zwei schwarzen Schrägbalken belegten Flug. Das Wappen wird beschrieben bei Wolfert Tafel 13 Seite 21, 63, 81, 82, 87, 114. Im Jahre 1615 wurde die Familie Weber in einem Zweig nobilitiert.

Literatur, Links und Quellen:
Alfred F. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Veröffentlichung des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Aschaffenburg 1983, Seite 68
Stiftskirche Aschaffenburg, Schnell-Kunstführer Nr. 230, 8. Auflage 2003, Verlag Schnell & Steiner Regensburg, ISBN 3-7954-4193-5
Stiftspfarrei St. Peter und Alexander:
http://www.stiftsbasilika.de/
Stiftsbasilika:
http://www.stiftsbasilika.de/basilika/ - http://www.stiftsbasilika.de/basilika/kirchenraum
Pfarreiengemeinschaft St. Martin:
http://www.st-martin-aschaffenburg.de/index.html
Mainzer Heiligkreuzstift: http://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/mainz/kulturdenkmaeler/heiligkreuz-stift.html
August Amrhein: Die Prälaten und Canoniker des ehemaligen Collegiatstifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, 1882, S. 263
Liste der Dekane am Stift:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Dekane_des_Kollegiatstifts_St._Peter_und_Alexander_in_Aschaffenburg
Liste der Pröpste am Stift:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Pröpste_des_Kollegiatstifts_St._Peter_und_Alexander_in_Aschaffenburg
Stift:
www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/pdf/KS0013.pdf

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