Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 387
Aschaffenburg (Regierungsbezirk Unterfranken)

Stift St. Peter und Alexander, Kapitelhaus: Konstantin Damian Friedrich von Kroneck

Im an den Kreuzgang anstoßenden Kapitelhaus des Stifts St. Peter und Alexander befindet sich das Epitaph für den am 16.4.1715 geborenen und am 5.4.1765 verstorbenen Kanoniker Konstantin Damian Friedrich Freiherr von Kroneck ("HIC QUIESCIT PLURIMUM REVERENDUS PERILLUSTRIS DOMINUS CONSTANTINUS DAMIANUS FRIDERICUS LIBER BARO DE KHRONEGG"). Er wurde am 12.2.1726 Stiftskanoniker, wobei sein Verwandter mütterlicherseits, der Würzburger Fürstbischof Christoph Franz von Hutten, behilflich war, und am 14.12.1740 Stiftskapitular.

Seine Eltern waren Philipp Helfrich von Kroneck und Anna Maria von Hutten zu Stolzenberg und Steinbach. Die vier Großeltern waren Helfrich von Kroneck, Maria Elisabetha Salome von Hohenfeld (Tochter von Achaz von Hohenfeld und Anna Ursula von Metternich), Johann von Hutten zu Stolzenberg und Steinbach (1.7.1629-1.6.1690, Sohn von Friedrich von Hutten und Anna Maria Amalia von Diemantstein) sowie Anna Maria von Hagen zur Motten (1649-1693, Tochter von Johann Adam von Hagen zur Motten und Anna Catharina Ursula Ullner von Dieburg).

 

Das Wappen der von Kroneck (Cronegg) oben in der Mitte ist geviert, Feld 1 und 4: in Gold auf grünem Hügel (Dreiberg) einwärts ein auffliegender, schwarzer, golden gekrönter Falke, Feld 2 und 3: in Rot einwärts ein oberhalber silberner Widder oder Steinbock. Die Figur in Feld 1 und 4 wird auch als Adler bezeichnet. Dazu werden zwei hier gekrönte Helme geführt: Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken auf einem grünen Hügel (Dreiberg) ein flugbereiter, schwarzer, golden gekrönter Falke zwischen zwei golden-schwarz übereck geteilten Büffelhörnern, Helm 2 (links): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Widder (Steinbock), wobei die Tinkturen nach einer Ahnenprobe in der von Bernhard Freiherr von Buseck (1715-1789) um 1760 angelegten Sammlung von biographisch-genealogischen Daten ("Stifft Kemptische Hocheit", Staatsarchiv Augsburg, Fürststift Kempten, MüB 368) angegeben werden. Weiterhin wird das Wappen beschrieben im Aschaffenburger Wappenbuch, Tafel 55 Seite 68, mit kleinen Unterschieden, dort ist der Falke ungekrönt, und die Büffelhörner sind gänzlich golden. Das Wappen ist im Siebmacher I, S. 45, Nr. 3 und III, S. 41, Nr. 5 zu finden, Helm 1 mit schwarz-goldenem Wulst, das Kleinod aber mit gänzlich goldenen Hörnern, die Hörner des Steinbocks schwarz abgesetzt. Im neuen Siebmacher ist das Wappen unter der Schreibweise Croneck in Band: NÖ1 Seite: 59 Tafel: 31 zu finden, dort wird jedoch das gräfliche Wappen mit drei Helmen beschrieben. Vergleichswappen besseren Zustandes befinden sich in Groß-Karben (siehe dort).

Die Ahnenprobe besteht aus vier Wappen in beschrifteten, ovalen Kartuschen. Oben rechts wiederholt sich das Wappen der von Kroneck wie beschrieben. Gegenüber ist das Wappen der von Hutten zu sehen, in Rot zwei goldene Schrägbalken. Heraldisch rechts unten befindet sich das Wappen der von Hohenfeld, geviert, Feld 1 und 4: in Schwarz zwei mit dem Rücken zueinander und mit den Mundstücken nach oben gekehrte silberne, golden beschlagene Jagdhörner (Hifthörner, Trinkhörner) mit roten Bändern (Wappen der abgestorbenen von Symanning), Feld 2 und 3: in Blau ein silberner Balken, belegt mit einer roten Rose (Stammwappen von Hohenfeld). Das vierte und letzte Wappen gehört zu den von Hagen zur Motten, in Gold ein roter Balken, begleitet oben von neun (5:4) und unten von sechs (3:2:1) roten Querschindeln.

Literatur, Links und Quellen:
Alfred F. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Veröffentlichung des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Aschaffenburg 1983, Seite 68
Stiftskirche Aschaffenburg, Schnell-Kunstführer Nr. 230, 8. Auflage 2003, Verlag Schnell & Steiner Regensburg, ISBN 3-7954-4193-5
Stiftspfarrei St. Peter und Alexander:
http://www.stiftsbasilika.de/
Stiftsbasilika:
http://www.stiftsbasilika.de/basilika/ - http://www.stiftsbasilika.de/basilika/kirchenraum
Pfarreiengemeinschaft St. Martin:
http://www.st-martin-aschaffenburg.de/index.html
Siebmachers Wappenbücher wie beschrieben
Ahnenprobe des Epimachus Freiherrn von Kronegg (1709-1787), Stiftsherr im Fürststift Kempten. Seite aus der von Bernhard Freiherr von Buseck (1715-1789) um 1760 angelegten Sammlung von biographisch-genealogischen Daten ("Stifft Kemptische Hocheit"). (Staatsarchiv Augsburg, Fürststift Kempten, MüB 368)
http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/image/artikel/artikel_45028_bilder_value_1_adelsprobe4.jpg
August Amrhein: Die Prälaten und Canoniker des ehemaligen Collegiatstifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, S. 279

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