Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 305
Mainz - Erzbischöfe, Kurfürsten, Adelspaläste

Die Zitadelle in Mainz mit Bastionen und Peterstor

Die Mainzer Zitadelle liegt am südwestlichen Rand der heutigen Altstadt auf dem Jakobsberg. Schon früh wurde die Anhöhe in der Nähe der Altstadt genutzt, um eine Verteidigungsanlage dort anzulegen. Um ein dort seit 1050 bestehendes Benediktinerkloster wurde 1329 eine erste Anlage aus Erdwällen und Gräben angelegt, die 1435 und 1528 jeweils dem Stand der Verteidigungstechnik entsprechend erneuert wurde. Eine verbesserte Anlage wurde unter Kurfürst Johann Schweikhardt von Cronberg im Laufe des Dreißigjährigen Krieges von 1620 bis 1629 errichtet. Die Leitung des Baus dieser "Schweickhartsburg" übernahm Domkapitular Adolph von Waldenburg gen. Schenker(n). Es handelte sich immer noch um ein Erdwerk, von unregelmäßig-fünfeckigem Zuschnitt mit Bastionen, die ihr Vorbild in niederländischen Befestigungsanlagen hatte. Die fünf irregulär plazierten Bastionen trugen die Namen St.-Johanns-Bollwerk, Schweickharts-Bollwerk, Adolphus-Bollwerk, Albans-Bollwerk und Martins-Bollwerk. Hinter der Bastion Alarm hat sich noch das Adolphus-Bollwerk erhalten, als einzige Spur der älteren Zitadellenanlage.

Abb.: Bastion Alarm im Norden der Zitadelle mit Wehrerkern sowie dem Flankenstück links und östlicher Face rechts. Der Postenweg der Bastion Alarm wurde im Jahr 2003 wiederhergestellt. Der nach historischen Abbildungen rekonstruierte Wacherker im Vordergrund ist ein Geschenk der Partnerstadt Erfurt, welches früher kurmainzisch war.

Die barocke, nun in Steinverkleidung ausgeführte Zitadelle entstand unter Kurfürst Johann Philipp von Schönborn ab 1655, weil die Anlagen in der Mitte des 17. Jh. nicht mehr auf dem Stand der Technik waren, vor allem aber verfallen und nicht mehr stark genug. Der Dreißigjährige Krieg hatte seine Spuren hinterlassen. Die schwedischen Truppen hatten 1631-36 die Schweickhartsburg besetzt und ein bißchen ausgebaut, aber es mangelte zwei Jahrzehnte später an der Instandhaltung der Anlagen. Und trotz Westfälischem Frieden gab es immer noch marodierende Truppen, auch traute der Fürstbischof seinem Nachbarn, dem Pfalzgrafen, nicht besonders, und durchziehende pfälzische Truppen im Grenzgebiet hielten das Gefühl der Bedrohung aufrecht. Also wurde die Zitadelle neugebaut, nicht nur in Mainz, sondern auch in seiner zweiten Hauptstadt, Würzburg. Ab 1653 setzte die Planung ein, und im Jahr 1655 war Baubeginn. Es wurde in Mainz eine regelmäßig angelegte, fast quadratische Zitadelle von ca. 340 m x 320 m mit vier Eckbastionen von jeweils fünfeckiger Gestalt. Alle Bastionen zeigten in jeweils eine Himmelsrichtung. Zunächst wurden bis 1659 die stadtseitigen Bastionen Germanicus (urspr. Scharfeneck) im Osten und Alarm (urspr. St. Jakob) im Norden fertiggestellt, dann folgten bis 1661 die feldseitigen Bastionen Drusus (urspr. Eichelstein) im Süden und Tacitus (urspr. Pantaleon) im Westen. Der Bauherr verwendete die deutschen Namen, erst während der Franzosenzeit kamen die lateinischen Namen in Gebrauch. Es gab zwei Tore, eines feldseitig in der Mitte der südwestlichen Kurtine zwischen den Bastionen Tacitus und Drusus, und eines auf der gegenüberliegenden, nordöstlichen, stadtseitigen Kurtine zwischen den Bastionen Germanicus (links) und Alarm (rechts). Beide Tore tragen die Jahreszahl 1660.

Abb.: Tor zur Zitadelle im Südwesten zwischen den Bastionen Tacitus und Drusus (rechts im Bild angeschnitten)

Da das Gelände uneinheitlich ist, variiert die Höhe der Zitadellenmauer zwischen 20 und 40 m. Diese Mauer ist geböscht und aus Kalkstein- bzw. Sandsteinblöcken gemauert, und über der halbrunden Berme schließt sich eine vertikale Brüstungsmauer an. Einzelne bautechnische Details lassen Parallelen zur Festung Marienberg in Würzburg erkennen, die unter dem gleichen Kurfürsten zur barocken Festung ausgebaut wurde. Dazu gehört insbesondere die Form der sehr spitzen Bastionen mit langgezogenen Facen und kurzen Flankenstücken, die man in Würzburg an den beiden stadtseitigen Bastionen St. Johannes Baptist und St. Johannes Nepomuk wiederfinden kann.

Abb.: Peterstor im Nordosten, stadtseitig zwischen den Bastionen Germanicus und Alarm

Nach dem Abzug der Franzosen sorgte Kurfürst Johann Philipp von Schönborn nicht nur für eine neue Zitadelle, sondern für die Umwallung der gesamten Stadt mit steinernen Bastionen neuester Technik, welche später noch durch Zwischenwerke und noch später durch weitere Außenforts ergänzt wurden.

Das barocke Peterstor ist der Zugang zur Mainzer Zitadelle direkt unter dem Kommandantenhaus, welches wie ein Adelspalais errichtet und 1696 fertiggestellt wurde. Wuchtige vorkragende Quader aus rotem Sandstein vermitteln den Eindruck von Kraft und Stärke. Architekt des Peterstores ist der italienische Barockbaumeister Petrini, der in Würzburger Diensten stand. Auch hier sei daran erinnert, daß der Bauherr Johann Philipp von Schönborn (reg. 1647 bis 1673) Fürstbischof sowohl von Mainz als auch von Würzburg war. Somit liegt die Verpflichtung eines Würzburger Baumeisters nahe. Und Petrini hat nicht nur auch an der Würzburger Festung gearbeitet, sondern war auch für die Torfassade der Zitadelle Petersberg in Erfurt verantwortlich (damals zu Kurmainz gehörig).

Über dem Tor, quasi mit der Zitadellenmauer verwachsen, liegt das spätere Kommandantenhaus, zwei seitliche Flügel und in der Mitte zurückspringend der mittlere Flügel, drei Stockwerke hoch, geschickt eingebunden in die Gesamtarchitektur. Das Gebäude war 1833 um ein Geschoß aufgestockt worden und mit einem Walmdach versehen worden. Als der Kommandantenbau nach den Schäden des Zweiten Weltkrieges 1950 wiederaufgebaut wurde, stellte man die historisch belegte Form mit nur zwei Geschossen und Mansarddach wieder her (dieses Mansarddach des Kommandantenbaus ist übrigens das erste belegte dieser Art in Mainz).

Das Tor mit 20 m tiefer Torhalle wurde unter Johann Philipp von Schönborn (1647 bis 1673 in Mainz) errichtet, der Kommandantenbau erst unter seinem Verwandten Lothar Franz von Schönborn (1694-1729 in Mainz) im Jahre 1696 vollendet. Das Peterstor wurde außen durch eine Zugbrücke über den jetzt aufgeschütteten Wallgraben und innen durch ein Tor verschlossen. Innerhalb befanden sich zur Verteidigung neben seitlichen Schießscharten und Gußlöchern im Scheitel noch zwei zusätzliche Falltore, die ihre Funktion verloren, als der Kommandantenbau darüber errichtet wurde. Der Torweg ist geknickt, damit Kanonen nicht gerade hindurch feuern konnten.

Abb.: Blick in den zweimal geknickten Torweg des Peterstores im Tunnel unter dem Kommandantenhaus

Der Bau mußte gleichzeitig eine repräsentative Gestaltung haben und den Torweg berücksichtigen und verteidigen. Das Ergebnis ist eine gelungene Synthese unter Erfüllung aller Aufgaben. Die aus der Contrescarpe aufwachsende Dreiflügelanlage schafft ein repräsentatives, palaisähnliches Äußeres, und der Raum zwischen den Flügeln bildet einen Balkon über der Escarpenmauer; seine Brüstung arrangiert sich mit dem ebenfalls hier abschließenden Giebel des Tores und folgt dem dadurch vorgegebenen Dreieck, und die Statue gehört quasi beiden, einerseits ist sie Torbekrönung, andererseits steht sie auf der Balkonbrüstung. Die kräftige Rustikaquaderung des Tores wird von den beiden Seitenflügeln in Form einer Eckquaderung zitiert. Der Bau ist ganz auf Fernwirkung dieser Schauseite konzipiert; die festungsinnere Ansicht ist funktional schlicht.

Dieses Konzept des rittlings auf der Mauer aufsitzenden Palais ist in Mainz noch einmal kopiert worden: Das sog. Löhrsche Haus, das aber nicht mehr existiert, hatte diese Idee 1715 für seine ebenfalls der Stadtmauer aufsitzende Rheinseite aufgegriffen.

Abb.: Schönborn-Wappen 2007 mit noch frischeren Farben

Das Wappen am Peterstor ist das des Fürstbischofs Johann Philipp von Schönborn (reg. 1647-1673 in Mainz). Es wird von zwei Löwen gehalten. Johann Philipp war zugleich Fürstbischof von Würzburg (schon seit 1642) und Erzbischof von Mainz und führt sowohl das Mainzer Rad im Wappen, daher in Rot das silberne sechsspeichige Rad (Feld 1 und 4), als auch die Symbole Würzburgs. Später ab 1663 führte er auch den Wormser Schlüssel, der hier aber noch nicht bei dem relativ früh in seiner Amtszeit entstandenen Wappen auftaucht. Der Fränkische Rechen (von Rot und Silber mit drei aufsteigenden Spitzen geteilt) in Feld 2 steht bei allen Fürstbischöfen Würzburgs für den Titel des Herzogs zu Franken. Die rot-silbern gevierte, schräggestellte Standarte mit goldenem Schaft in Blau ist das alte Lehens-Banner für das Hochstift Würzburg. Hier ist sie in Feld 3 repräsentiert. Auch dieses Symbol ist in allen Wappen der Fürstbischöfe zu finden. Das Schönbornsche Stammwappen ist im Herzschild zu finden, in Rot auf drei silbernen Spitzen schreitend ein goldener bekrönter Löwe. Unter dem Wappen die Jahreszahl 1660, darunter eine Steinfratze.

Das Material dieses Wappens ist allerdings nicht Sandstein, sondern gebrannter Ton: Während der französischen Besatzung wurden alle Wappensteine des Kurfürsten herausgeschlagen, weil sie als Symbol der Feudalherrschaft galten und sich der ganze Haß der Revolutionäre 1792 an den Wappen entlud, wie überall, wo sie hinkamen. Die groteske Maske und die beiden Löwen an den beiden Seiten des Giebels hingegen sind noch original. Auf dem Torgiebel erinnert eine Figur des hl. Jakobus an das um 1050 errichtete Benediktinerkloster St. Jakob, das einst auf dem Gelände der Zitadelle stand.

 

An den Festungswällen sind noch weitere Wappen des gleichen Bauherrn zu finden: An der nördlichen Face der Bastion Germanicus befindet sich ein Wappenstein von 1659. Der stark zerstörte Wappenstein wurde unlängst komplett erneuert (Abb. links), nur der Basisstein mit der Jahreszahl ist alt. Die Inhalte folgen dem zuvor Gesagten. An der östlichen Face der Bastion Alarm ist ein weiterer Wappenstein desselben Fürstbischofs, der befindet sich allerdings noch in dem Zustand, wie ihn die Franzosen in ihrem Zorn auf alle Symbole fürstbischöflicher Herrschaft hinterlassen haben (Abb. rechts).

 

An der nördlichen Face der Bastion Tacitus ist ein ebensolcher Wappenstein von 1661 (beide Abb. oben), direkt an der im Festungsgraben auf den Berg heraufführenden Hauptverkehrsstraße. Dieser Stein wurde ebenfalls komplett erneuert und im Gegensatz zu dem an der Bastion Germanicus sogar farbig gefaßt. Es ist der einzige Wappenstein, bei dem die Spitzen des Fränkischen Rechens korrekt dargestellt sind, nämlich genau drei an der Zahl.

Abb.: nördliche Face (= Frontmauer) der Bastion Tacitus mit der Basis für einen Wacherker an der scharf ausgezogenen Spitze rechts im Bild.

Am Kommandantenbau ist hofseitig über dem aus rotem Sandstein gefertigten Schmuckportal ein späterer Wappenstein; auch dieser wurde von den Revolutionären von heraldischen Inhalten mit dem Meißel "befreit". Hier wäre ein Wappen des Mainzer Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn zu erwarten gewesen, denn dieser legte den Grundstein zu dem Gebäude, das sich über dem Peterstor erhebt. Die Inschrift lautet: "ARCEM MOGVNTIACAM AD BELLVM OLIM ADDICTAM PRAELIA IPSA DOCVERVNT MENTEM PLVS QVAM ARMA VALERE HINC MORS TANTVM ILLINC PROCEDIT VITA NVNC DEMVM EX BELLI VVLNERIBVS RESTITVTA PACIFERIS DICATA EST OPERIBVS LITTERARVM SCIENTIAE ARTIVM."

 

Es gibt aber auch ein paar ältere Wappensteine aus der Zeit vor dem Ausbau unter Johann Philipp von Schönborn, die als Spolien im Tunnel hinter dem Peterstor unter dem Kommandantenbau angebracht sind: Der größere Stein besteht aus drei zusammengestellten Ovalkartuschen, zwei großen nebeneinander mit einem kleinen unten in der Mitte. Die erste Kartusche trägt das Wappen des Mainzer Domkapitels, in Silber vier rote Balken. Die zweite Kartusche trägt das Wappen des Fürstbischofs Georg Friedrich von Greiffenclau-Vollraths (reg. 1626-1629); es hat einen gevierten Hauptschild mit den kirchlichen Amtswappen, Feld 1 und 4: in Rot ein silbernes, sechsspeichiges Rad, Erzstift Mainz, Feld 2 und 3: in Schwarz ein schräg aufwärts gerichteter silberner Schlüssel, begleitet von 4:4 goldenen Schindeln, Hochstift Worms, sowie einen ebenfalls gevierten Herzschild mit dem Familienwappen, welcher hier allerdings stark vom Zahn der Zeit angenagt ist, Feld 1 und 4: silbern-blau geteilt, darüber ein goldenes Glevenrad, Greiffenclau-Vollraths, Feld 2 und 3: in Schwarz ein silberner Schräglinksbalken, Herrschaft Ippelbrunn. Zwischen beiden Kartuschen ragt senkrecht ein Vortragekreuz empor, das durch eine Bischofsmütze geführt ist. Schrägrechts sieht man das gestürzte Schwert hinter der Kartusche für das Domkapitel, schräglinks den Krummstab hinter der fürstbischöflichen Wappenkartusche. Die Schweickhartsburg wurde wegen Geldbeschaffungsproblemen erst 1629 unter Georg Friedrich von Greiffenclau-Vollraths vollendet.

Die dritte Kartusche ganz unten trägt den gleichen Inhalt wie der zweite, namentlich bezeichnete Wappenstein; beide sind für Adolph von Waldenburg genannt Schenkern, Domkapitular und des Domkapitels erster oberster Burgvogt auf der 1629 vollendeten Schweickhartsburg. Über die Tinkturen finden sich widersprüchliche Angaben. Das Wappen wird einerseits beschrieben im Siebmacher Band: NaA Seite: 41 Tafel: 68. Das Wappen ist demnach geteilt, oben in Blau ein silberner, Turnierkragen, unten golden. Dort ist auch das Oberwappen zu finden, auf dem blau-silbern bewulsteten Helm mit blau-silbernen Decken drei Straußenfedern, eine silberne zwischen zwei blauen. Es gibt auch ein vermehrtes, freiherrliches Wappen, geviert, Feld 1 und 4: in Gold ein schwarzer Doppeladler, Feld 2 und 3: Stammwappen. Dazu werden zwei Helme geführt, Helm 1 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer Doppeladler, Helm 2: Stammhelm. Die Familie, die aus der Gegend von St. Goarshausen und Osterspay im Mittelrheintal kommt, kommt seit der Mitte des 13. Jh. vor, wurde 1638 gefreit und erlosch 1793. Das Wappen findet sich danach bei Zobel auf Tafel 357, die Teilung aber wie bei einem Schildhaupt erhöht, ansonsten in den nämlichen Tinkturen. Im Westfälischen Wappenbuch werden andere Tinkturen angegeben, von Silber und Rot geteilt, oben ein blauer, dreilätziger Turnierkragen, auf dem rot-silbern bewulsteten Helm mit rot-silbernen Decken drei Straußenfedern, eine silberne zwischen zwei roten. Diese Tinkturen finden sich auch bei Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Tafel 26 Seite 48. Hinweise auf zeitgenössische Belege sind zur Klärung willkommen.

Adolph von Waldenburg hatte einen bedeutenden Anteil an der Schweickhartsburg. Er war es nämlich, der die strategische Wichtigkeit des Jakobsberges erkannte und die Notwendigkeit der Befestigung dieses Platzes im Kapitel kommunizierte. Der Jakobsberg ragte nämlich wie ein Eck in die ummauerte Stadt und bot zudem mit dem Jakobskloster Bauwerke, in denen sich ein Feind verschanzen konnte, um von der erhöhten Position aus die ganze Stadt gut beschützt seelenruhig beschießen zu können, was die Stadtmauern unten nicht hätten verhindern können. Einen solchen strategischen Platz mußte man in die Stadtbefestigung einbeziehen, damit ein möglicher Feind kein Kapital daraus schlagen konnte.

In neuester Zeit angefertigt wurde das Mainzer Rad im Eisengitter, welches stadtseitig das Peterstor verschließt (Abb. oben). Die sechs Speichen sind aber im Gegensatz zur Darstellung in fürstbischöflichen bischöflichen Wappen so gelegt, daß keine pfahlweise steht.

Heute sind in den kasernenartigen Gebäuden der Zitadelle (Kommandantenhaus, Doppelkompanie-Kaserne von 1914, Zitadellkaserne von 1861, Kasino- und Küchenbau etc.) nach Umbauten viele Ämter der Stadt Mainz untergebracht. Im ehemaligen Kommandantenbau befinden sich das Dezernat für Planung, Bauen, Verkehr und Sport mit dem Stadtplanungsamt und dem Sport- und Bauverwaltungsamt. Im Gebäude parallel zur straßenseitigen Kurtine zwischen den Bastionen Alarm und Tacitus befinden sich das Amt für Verkehrswesen und das Vermessungsamt. Gegenüber zwischen den Bastionen Germanicus und Drusus liegen das Bauaufsichtsamt, das Tiefbauamt und der Entwässerungsbetrieb. Dort, wo Bastion Drusus angesetzt ist, liegt eine Modellwerkstatt nebst dem Hausmeisterbüro der Zitadelle. Am Südwesttor zwischen den Bastionen Tacitus und Drusus liegen die Gebäudewirtschaft Mainz, das Denkmal- und Sanierungsamt, das Amt für Stadtentwicklung, Statistik und Wahlen und ein weiterer Teil des Vermessungsamtes.

Abb.: Bastion Germanicus, nordöstliche Face (= Frontmauer)

Abb.: Bastion Germanicus, Südspitze mit Wacherker, vom südöstlichen Graben aus gesehen, als Lebensraum geschützter Landschaftsbestandteil im ehemaligen Grabengelände zwischen den Bastionen und den im Südwesten befindlichen Vorwerken.

Literatur:
Baedeker: Mainz, Karl Baedeker-Verlag, 2004. ISBN 3-87954-074-8
Werner Schäfke: Der Rhein von Mainz bis Köln, eine Reise durch das romantische Rheintal, DuMont Kunstreiseführer, DuMont Verlag, Köln 2006, ISBN 978-3-7701-4799-1
Siebmachers Wappenbücher
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
Otto Gruber: Wappen des mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl. Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen Jahrgängen der "landeskundlichen Vierteljahresblätter".
Festung Mainz:
http://www.festung-mainz.de
Kommandantenbau:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/rundgang/kommandantenbau.html
Schweickhardsburg:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/geschichte/schweickhardsburg-und-zitadelle.html
Die Zitadelle im 19. und 20. Jh.: http://www.festung-mainz.de/zitadelle/geschichte/19und20jh.html
Rundgang durch die Zitadelle:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/rundgang.html
Kommandantenbau:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/rundgang/kommandantenbau.html
Bastion Alarm:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/rundgang/alarm.html
Bastion Drusus:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/rundgang/drusus.html
Bastion Germanicus:
http://www.festung-mainz.de/zitadelle/rundgang/germanicus.html
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Stadt Mainz, Band 2.2: Altstadt, bearb. von Ewald Wegner, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz 1988, Wernersche Verlagsgesellschaft Worms, 3. Auflage 1997, ISBN 3-88462-139-4, S. 68-74
Max von Spießen (Hrsg.): Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Zeichnungen von Professor Ad. M. Hildebrandt, 1. Band, Görlitz 1901 - 1903.
Rolf Zobel: Wappen an Mittelrhein und Mosel, Books on Demands GmbH, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-5292-3, 527 S.
Siebmachers Wappenwerk, Band Bistümer und Band NaA
Alfred F. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Veröffentlichung des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Aschaffenburg 1983

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