Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1008
Großherzogtum Luxemburg

Burg Hollenfels (Luxemburg)

Burg Hollenfels
Burg Hollenfels bietet einen der besterhaltenen luxemburgischen Donjons. In malerischer Lage auf einer Felsspitze über dem Eischtal gelegen, in der Nähe zu Koerich (eine Schloßruine, ehemals noch ein weiteres Schloß), Septfontaines, Neu- und Alt-Ansembourg und Mersch, was dem Tal den Namen Tal der sieben Schlösser verliehen hat, liegt der gut erhaltene und hervorragend restaurierte Donjon, daneben ein einzelner Rundturm mit einem Mauerstück, Rest der mittelalterlichen Burg, während zum Platz hin ein späterer Querbau liegt. Das Wohngebäude datiert von 1729. Wir sind hier an der Grenze zwischen zwei verschiedenen Burgentypen, war im deutschen Burgenbau eher der Bergfried-Typ mit schlankem Turm, engen Räumen, nur einem Raum pro Etage üblich, so glänzt der französische Burgenbau durch viel mächtigere, wohnlichere und geräumigere Donjons, die eine komplexere Innenstruktur haben. Während der deutsche Bergfried eher unbewohnt war, aufgrund seiner engen Mauertreppen und kleinen Gelasse eher allerletzte Zuflucht war, eignet sich ein Donjon aufgrund seiner Konzeption grundsätzlich als Wohnturm. Deutsche Wohntürme erreichen jedoch selten die Dimensionen der französischen Donjons. Hier in Luxemburg finden sich die mächtigeren Modelle, die die zeitgleich in Deutschland üblichen Bergfriede vor allem auch durch ihre Maße in den Schatten stellen. Das Mauerwerk hat eine Höhe von 22 m bei fünf darin enthaltenen Geschossen und einer Grundfläche von 14 m x 12,15 m. Mit dem steilen Dach hat der Donjon eine Gesamthöhe von 39.20. Während im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß früher Wirtschaftsräume waren, befindet sich das architektonische Glanzstück im zweiten Obergeschoß: Ein über fünf Meter hoher, kreuzrippengewölbter Saal aus der Zeit der Gotik (um 1380 erbaut), mit Kamin und reicher plastischer Ausschmückung: Wappen, Fratzenkonsolen, Blättermasken und Fabeltieren. Über diesem Saalgeschoß war die Kapelle, auch findet sich dort eine Abortnische. Darüber, nun im vierten Obergeschoß, waren die Privaträume der herrschaftlichen Familie, darüber der Wehrgang, an jeder Ecke Scharwachtürmchen. Drei der Stockwerke waren mit offenen Feuerstellen ausgestattet.

Abb.: Blick auf Donjon und Rundturm.

Besonders gut erhalten/restauriert ist der oben umlaufende steinerne Wehrgang. Unter jedem zweiten Bogen über den Kragsteinen befindet sich ein Ausguß, von dem aus die Angreifer begossen, beworfen oder beschossen werden konnten. Besonders interessant ist die Verzierung der Kragsteine mit Tieren, Fratzen etc., das Schmuckbedürfnis erstreckt sich auch auf die rein militärische Funktion, und das in dieser Höhe, 20 m über dem Hofniveau.

Abb.: Detail vom Wehrgang am Donjon. Die Rundung ist der Unterbau des Ecktürmchens.

Die Geschichte der Burg ist kompliziert und verwickelt, im Laufe der Jahrhunderte ging sie durch viele unterschiedliche Hände. Die Wurzeln liegen im 11. Jh. 1041 wird ein Isenbald von Holfels als Burgherr erwähnt. Die Burg war ca. drei Jahrhunderte im Besitz der Herren von Hollenfels, 1238 wird Eckhard von Hollenfels genannt. Damals stand aber der Donjon noch nicht, der wurde erst um 1380 erbaut. Rund ein Jahrzehnt nach dessen Bau wird die Burg aufgeteilt, 1390-1477 gehört die Burg den Herren von Hollenfels und den Autel/Elter. 1477 fällt ein Hollenfelser Ritter in der Schlacht von Nancy.

Abb.: Links Donjon mit angrenzendem Wohngebäude, rechts Rundturm mit erhaltener Burgmauer

1480-1681 sieht die Burg viele verschiedene Besitzer, nicht nur nacheinander, sondern auch nebeneinander, denn der Besitz war dreiherrig aufgeteilt: Die Herren von Rollingen / de Raville, die rheinischen von Greiffenclau, die Raugrafen von Salm. Der Oberst Sebastian von Tynner kam um 1600 in den Besitz von Burg Hollenfels, 1624 hatte er die anderen Teile gekauft. Über die Thinner / Tynner kam die Burg an die von Hohenstein, und schließlich an die von Brouckhoven / van Broeckhoven de Hollenfeltz et d'Arendonck. Sebastian von Tynner und Hohenstein, Militär in spanischen Diensten, seit 1624 Schloßhauptmann in Hollenfels und Hüttenbesitzer am Mandelbach, stiftete übrigens 1612 die Pietà in der Pfarrkirche im nahen Tuntange (Tüntingen). Sebastian Tynner vererbte 1632 die Herrschaft und Burg an seine Schwägerin Lucia van Hohenstein, Witwe von Pieter van Broeckhoven, Rat und Generalrentmeister von Brabant in 's-Hertogenbosch, die auf Hollenfels gegen 1640 starb. Sebastian Tynner war mit Maria von Hohenstein (gest. 1628) verheiratet, Schwester der Lucia, beide Töchter von Christoffel von Hohenstein, Offizier im Dienste des Peter Ernst von Mansfeld. Lucia wurde seine Erbin. Deren Sohn Jan Martijn van Broeckhoven erbte daraufhin die Herrschaft Hollenfels und 1643 auch die Herrschaft Arendonk, die er 1649 Amalia von Solms überließ.

Abb.: Detail vom Wehrgang am Donjon.

Nun folgte Krieg, 1681 wurde die Burg von den von den Truppen Ludwigs XIV von Frankreich besetzt. 1683 wurden Dorf und Schloß schwer beschädigt, als erst spanische Truppen die Franzosen vertreiben und ihrerseits wieder von den Franzosen beschossen und vertrieben wurden. Nach Ende der Kriegswirren ist die Burg im Besitz der französischen Familie de Brias bzw. deren luxemburgischen Ast. 1691 wird ein J. B. de Brias als Burgbesitzer genannt. Die de Brias sind es auch, die mit der mittelalterlichen Enge ein Ende machen, die ohnehin im Krieg beschädigten Mauern der Burg abreißen und 1729 ein repräsentatives Wohngebäude in barockem Stil errichten (1921 umgebaut). Nur der Donjon und ein Rundturm haben die Wirren unversehrt überlebt. Hollenfels wird 1787 zur Grafschaft erhoben, am 21.2.1787 erhält Jean-Frédéric-Joseph de Brias, sgr. de Hollenfeltz, den Titel eines Grafen von Hollenfeltz (Hollenfels). 1818 verkaufte Louis-Antoine de Brias das Schloß an Gouverneur J. B. Thorn.

Abb.: Detail vom Wehrgang am Donjon.

Das Wohngebäude wurde 1921 noch einmal im barocken Stil umgebaut. 1929 erfuhr Burg Hollenfels unter Ch. von den Poll eine Restaurierung durch den Luxemburger Architekten Schönberg. Der Donjon hat aber erst 1973 sein neues Dach erhalten, das ihn vor weiterem Verfall schützt. Seit 1948 ist Burg Hollenfels durch Kauf im Besitz des Staates, der hier ab 1975 ein Ökologie- und Jugendzentrum des Nationalen Jugenddienstes (Service d'Ecologie et de la Jeunesse) im Donjon sowie eine Jugendherberge im barocken Wohngebäude eingerichtet hat.

Abb.: Wappen über dem Eingang zum Donjon: Hollenfels.

de Hollenfels, de Hollenfeltz: Eine der ältesten Familien der Luxemburger Ritterschaft. In Rot eine rautenförmige silberne Gürtelschnalle (Rink). Es gibt mehrere Varianten, die Gürtelschnalle geschmückt mit 6 Perlen oder roten Scheiben etc. Der Dorn kann nach rechts oder nach links zeigen. Am Donjon zeigt die Spitze nach heraldisch links. Helmzier ein Flug wie der Schild, rot und beiderseits mit der Gürtelschnalle belegt. Helmdecken rot-silbern.
Das Wappen von Hollenfels fand in die Wappen vieler späterer Besitzer Eingang, so auch in das der späteren Besitzer d'Autel de Hollenfels: Halbgespalten und geteilt. Feld 1 (oben vorne): in Rot ein durchgehendes, goldenes Kreuz, begleitet von 20 goldenen Schindeln, in jedem Winkel 5 (2:1:2) (Autel). Feld 2 (oben hinten): In Gold ein durchgehendes rotes Kreuz, das erste Viertel silbern mit schwarzem Löwen (Haraucourt), Feld 3 (unten): In Rot eine silberne, rautenförmige Gürtelschnalle (Rink) (Hollenfels). Nach einem Siegel von Diederich d'Autel, seigneur de Hollenfels 1466.

Abb.: Wappen neben dem Eingang zum Donjon: Broeckhoven und Hohenstein-Hollenfels.

Das Stammwappen der von Hohenstein aus dem Rheingau zeigt in Silber ein rotes Schildchen, nach Gruber im linken, nach Siebmacher im linken oder rechten Obereck begleitet von einer schwarzen Rose mit goldenem Butzen. Nach Rietstap bzw. Rolland Tafel 212 d'argent, à un écusson de gueules en abîme, accompagné au canton dextre du chef d'une rose de sable. Helmzier: Ein roter Turnierhut mit silbernem Aufschlag, mit den Figuren des Schildes belegt, an der Spitze ein natürlicher Pfauenstoß auf einer goldenen Kugel (Rietstap: un chapeau de tournoi de gueules retroussé d'argent ch des meubles de l'écu le chapeau sommé d'une queue de paon au naturel soutenue d'une boule d'or). Helmdecken rot-silbern.
Das vermehrte Wappen der von Hohenstein ist geviert, Feld 1 und 4: in Silber ein rotes Schildchen, im linken Obereck begleitet von einer schwarzen Rose. Feld 2 und 3: Unter rotem Schildhaupt in Silber zwei blaue Pfähle. (Nach Rietstap: Écartelé aux 1 et 4 d'argent à un écusson de gueules en abîme accompagné au canton dextre du chef d'une rose de sable, aux 2 et 3 d'argent à deux pals d'azur et au chef de gueules). Helmzier: Ein roter Turnierhut mit silbernem Aufschlag, mit den Figuren des Schildes belegt, an der Spitze ein natürlicher Pfauenstoß auf einer goldenen Kugel. Helmdecken rot-silbern. (Rietstap: Cimier un chapeau de tournoi aux armes du 1 sommé d'une queue de paon au naturel mouv. d'une boule d'or. Lambrequin d'argent et de gueules).
Das vermehrte Wappen der von Hohenstein zu Hollenfels ist geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Silber ein rotes Schildchen, im linken Obereck begleitet von einer schwarzen Rose. Feld 2 und 3: Unter rotem Schildhaupt in Silber zwei blaue Pfähle. Herzschild: In Rot eine rautenförmige silberne Gürtelschnalle (Rink). Oberwappen wie vorherige. Im vorliegenden Beispiel wurde die Gürtelschnalle ohne Schildumrandung in der Schildmitte platziert.

Sebastian von Tynner und Hohenstein, Schloßhauptmann und Hüttenbesitzer, stiftete übrigens gemeinsam mit seiner Frau Maria von Hohenstein die Pietà in der Pfarrkirche im nahen Tuntange (Tüntingen). Dort ist am Sockel rechterhand genau das gleiche Hohenstein-Wappen wie hier am Donjon angebracht, linkerhand der Wappenschild der Familie von Tynner.

Herr Pieter van Broeckhoven, Rat und Generalrentmeister von Brabant in 's-Hertogenbosch, war mit Lucia van Hohenstein verheiratet. Belehnung am 30.04.1630 durch Philipp IV, König von Spanien und Herzog von Brabant mit Arendonk. Die Witwe erbt 1632 die Herrschaft Hollenfels von ihrem Schwager Sebastian Tynner. Lucia stirbt gegen 1640 auf Burg Hollenfels. Durch die Kombination Hohenstein-Broeckhoven ist das Wappen ihr zuzuordnen.

Stammwappen der belgischen Familie Van Brouckhoven / Brouchoven / Broeckhoven aus Brabant: In Blau drei (2:1) goldene Mühleisen (anilles à l'antique, molenijzers). Dies ist das Wappen vor der Nobilitierung und der verschiedenen belgischen Familienzweige. Die zugehörige Helmzier auf gekröntem Helm mit blau-goldenen Decken ist ein Stoß von drei purpurnern Bannern an schwarzen Lanzen mit goldenen Spitzen (casque couronné, cimier trois bannières de pourpre à manche de sable, ferré d'or, les cordons d'argent, mis en pal).
Variante des Wappens der belgischen Familie Van Brouckhoven / Brouchoven / Broeckhoven nach der Nobilitierung: Geteilt, oben in Blau drei (2:1) goldene Mühleisen, unten dreimal von Gold und Blau geteilt (coupé au 1 d'azur à trois fers de moulin d'or (Brouckhoven) au 2 fascé d'or et d'azur de quatre pièces). Die zugehörige Helmzier auf gekröntem Helm mit blau-goldenen Decken ist ein Stoß von drei schwarzen Lanzen mit goldenen Spitzen zwischen einem blau-goldenen Flug bzw. nach Loutsch die drei Banner zwischen einem blau-golden übereck geteilten Flug ("casque couronné, cimier trois lances de sable armées d'or entre un vol d'azur et d'or" bzw. nach Loutsch "les bannières entre un vol coupé, à dextre d'azur et d'or, à sénestre d'or et d'azur").
Als Besitzer von Hollenfels wird das Wappen der belgisch-luxemburgischen Brouckhoven / Broeckhoven de Hollenfeltz et d'Arendonck geviert: Feld 1 und 4: Geteilt, oben in Blau drei (2:1) goldene Mühleisen, unten dreimal zu vier Plätzen von Gold und Blau geteilt (door-sneden, boven in blauw drie gouden molenijzers, 2 en 1 onder gedeeld, 1 gedwarsbalkt van vier stukken, goud en blauw), Feld 2 und 3: In Rot eine rautenförmige silberne Gürtelschnalle (Rink). Selbe Helmzier wie die des Wappens nach der Nobilitierung.

Abb.: Wappen neben dem Eingang zum Donjon: Broeckhoven-Hollenfels und Rollingen-Siebenborn.

Das optisch linke, heraldisch rechte Wappen dieses Wappensteines ist das oben beschriebene vermehrte Wappen der belgisch-luxemburgischen Brouckhoven / Broeckhoven de Hollenfeltz et d'Arendonck. Optisch rechts, heraldisch links finden wir das Wappen der Edlen Herren von Rollingen-Siebenborn, dessen Entwicklung hier nocheinmal aufgezeigt sei:

Raville/Rollingen, luxemburgisches Dynastengeschlecht. Zwei Linien, erloschen 1740 und 1570. In Rot drei silberne Sparren. Helmzier ein silberner Pfauenhals. Varianten und Alternativen: Hahnenfederbusch, mit hahnenfederbesteckten Kugeln verziertes Paar Büffelhörner, rechts rotes, links silbernes Horn, Kugeln in verw. Farben (1375). Helmdecken rot-silbern.
Edle Herren von Rollingen-Siebenborn, de Raville-Siebenborn, vermehrtes Wappen. Geviert. 1 und 4: In Rot drei silberne Sparren. 2 und 3: in Rot ein silbernes Ankerkreuz (Herrschaft Siebenborn). Helmzier ein silberner Pfauenhals. Helmdecken rot-silbern.
Edle Herren von Rollingen-Siebenborn-Densborn, de Raville-Siebenborn-Densborn, vermehrtes Wappen. Johann von Rollingen 1529. Irmgard von Rollingen 1548. Geviert mit Herzschild. 1 und 4: In Rot drei silberne Sparren. 2 und 3: in Rot ein silbernes Ankerkreuz (Herrschaft Siebenborn). Herzschild in Rot ein silbernes Schräggitter (Daun-Densborn). Helmzier ein blauer Pfauenhals. Helmdecken rot-silbern.

Nun wenden wir uns ab vom gotischen Bergfried mit den dort angebrachten Wappensteinen, die die komplexe Besitzgeschichte nach seiner Erbauung bis zum Einmarsch französischer Truppen illustrieren. Der Quertrakt aus der Neuzeit weist ein barockes Portal auf mit ganz anderen Wappen, die zur Besitzgeschichte nach den Kämpfen zwischen spanischen und französischen Truppen passen:

Abb.: Quertrakt zum Marktplatz, großes barockes Portal mit Allianzwappen de Brias / de Beyer im Dreiecksgiebel

de Brias, Comte de Hollenfeltz, Graf von Hollenfels: Die französische Familie de Brias, in Frankreich de Bryas, stammt aus dem Artois und war im Pas de Calais ansässig. Sie ist eine uradelige Familie und schon im 12. Jh. urkundlich belegt. Das Geschlecht ist in mehrere Linien aufgespalten. Es ragen heraus Ghislain de Bryas, Gouverneur von Luxemburg, Marquis von Molingham, dessen Nachkommenschaft in Frankreich ansässig war. Eine andere Linie erhielt 1692 den Rang eines Marquis von Royon, in Bordeaux ansässig. Aus dieser Linie stammen die luxemburgischen Brias ab. François de Brias, Sohn von François Bernard de Brias, Herr von Royon, erbte Schloß Hollenfels im Luxemburgischen. Sein Enkel Jean Frédéric Joseph de Brias bekam am 21.2.1787 den Titel eines Grafen von Hollenfeltz (Hollenfels).

Stammwappen: In Gold ein schwarzer Balken, oben begleitet von drei balkenweise gestellten schwarzen, rotbewehrten Kormoranen ("See-Raben"). Frz.: "D'or, à la fasce de sable, surmontée de trois cormorans du même, becqués et membrés de gueules". Auf dem gekrönten Helm ein wachsender flugbereiter Kormoran ("See-Rabe") in Stellung eines heraldischen Adlers. Helmdecken schwarz-golden (nach Siebmacher: Schwarz-golden-rot).

Vermehrtes Wappen: Der Hauptschild ist geviert. Feld 1 und 4 zeigen in Silber drei (2:1) gestellte rote Äxte, die beiden oberen voneinander gekehrt (Renty). Feld 2 und 3 zeigen in Gold ein rotes Schräggitter (Neuville en Artois). Der Herzschild trägt das Stammwappen, in Gold ein schwarzer Balken, oben begleitet von drei balkenweise gestellten schwarzen, rotbewehrten Kormoranen ("See-Raben"). Grafenkrone.

  

Freiherren de Beyer: Das ist eine ursprünglich lothringische Familie, die 1675 nach Luxemburg kam. Am 6.7.1725 bekam Jean Frédéric de Beyer, "receveur des aides et subsides" im Herzogtum Luxemburg und späterer Rat am Rechnungshof in Brüssel den Reichsfreiherrenstand. Doch mit ihm erlosch die Familie im Mannesstamm, denn er hatte als Nachkommen ausschließlich Töchter.

Stammwappen: In Silber ein golden gekrönter, rot bewehrter, rot-gezungter schwarzer Löwe mit gespaltenem Schwanz, dessen Enden sich überkreuzen. Auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken der Rumpf des schwarzen Löwen wachsend zwischen einem silbernen Flug.

Das vermehrte Wappen ist geviert:

Auch das vermehrte Wappen hat auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken den Rumpf des schwarzen Löwen wachsend zwischen einem silbernen Flug. Schildhalter: zwei rotbewehrte goldene Löwen.

Literatur, Links und Quellen:
Siebmachers Wappenbücher
http://www.septchateaux.lu/content.aspx?CategoryID=700&EntryID=2536
http://www.burgeninventar.de/html/lux/LUX_big.html#72
http://www.darkplaces.org/Luxemburg/Festungen/Chateau_de_Hollenfels/Chateau_de_Hollenfels_DE.html
http://www.culture.luxweb.com/chateaux/c-hollenfels.php
http://www.3d-worlds.de/burgenwelt/hollenfels/gebeau.htm
http://www.nathworld.net/index.php?option=com_docman&task=doc_view&gid=7&Itemid=122
H. Kuhn, J.P. Koltz: Burgen und Schlösser in Lothringen und Luxemburg, Frankfurt/Main 1964
Dr. Jean-Claude Loutsch, Armorial du Pays de Luxembourg, 1974
John Zimmer: Die Burgen des Luxemburger Landes. Luxembourg, 1996.
Broeckhoven-Wappen auf Siegeln:
http://www.kuijsten.de/zegels/z009.html
Tuntange:
http://www.canton-mersch.org/ac_tuntange.htm
Roger Bour, Taschenführer durch die Burgen und Schlösser in Luxemburg, Luxemburg 1982, Band 1
Châteaux Luxembourgeois, Luxemburger Burgen und Schlösser, Hrsg. Association des Châteaux luxembourgeois und Office national du Tourisme ONT, 2005, ISBN 2-87996-801-1

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